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NewsLetter 68: Frauenbewegung

 
Abortion politics, women's movements, and the democratic state : a comparative study of state feminism / ed. by Dorothy McBride Stetson. - Oxford : Oxford Univ. Press, 2001.
Signatur: 1719121-B.Neu
Das Buch handelt vom Einfluß der Frauenbewegungen seit den 60er Jahren auf die Abtreibungsgesetzgebung. Der Erfolg wird danach bemessen, in welchem Maße Frauen und Frauenorganisationen ein demokratisches Mitspracherecht eingeräumt wird. Dabei ist nicht die Zahl der Frauen in der Politik maßgebend, sondern ihre Eingebundenheit in die tägliche politische Entscheidungsfindung. Die Länder der internationalen Vergleichsstudie sind: Österreich, Belgien, Kanada, Frankreich, Deutschland, Großbritannien, Irland, Italien, Niederlande, Spanien und die USA.

Badinter, Elisabeth: Die Wiederentdeckung der Gleichheit : schwache Frauen, gefährliche Männer und andere feministische Irrtümer. - München : Ullstein, 2004.
Signatur: 1728763-B.Neu
Frauen sind wehrlos und unterdrückt, Männer unsensibel und gefährlich. Elisabeth Badinter weist derartige feministische Klischees in ihrem viel diskutierten Buch vehement zurück. Sie stellt dabei die ketzerische Frage, welche Fortschritte die letzten zwanzig Jahre Frauenbewegung tatsächlich gebracht haben. Sie übt Kritik an einem falsch verstandenen Feminismus, der dazu beiträgt, Geschlechterklischees zu zementieren, die Gleichstellung von Frauen im Beruf wie im Privatleben zu untergraben und Frauen zu unschuldigen Opfern zu stilisieren. Sie bringt dabei auch das Unbehagen und die Verunsicherung zur Sprache, die viele Frauen und Männer angesichts des gegenwärtigen Geschlechterverhältnisses empfinden - ob in der Arbeitswelt, in der Familie, in Zweierbeziehungen oder im gesellschaftlichen Umgang mit Sexualität.

Brown, Heloise: "The truest form of patriotism" : pacifist feminism in Britain, 1870-1902. - Manchester [u.a.] : Manchester Univ. Press, 2003.
Signatur: 1719831-B.Neu
Der durchdringende Einfluss des Pazifismus auf die Viktorianische Frauenbewegung ist Thema des Buches. Feministinnen engagierten sich auf der einen Seite aktiv in der Friedensbewegung und ihren organisatorischen Institutionen und pazifistische Ideen flossen andererseits in den theoretischen Diskurs der Frauenbewegung ein. Die Rolle der Frauen im Empire, ihre staatsbürgerlichen Rechte und Pflichten und ihre Aufgabe als moralische Instanz im öffentlichen Leben sind dabei nur einige Themenbereiche.

Europas Töchter : Traditionen, Erwartungen und Strategien von Frauenbewegungen in Europa / Ingrid Miethe, Silke Roth (Hrsg.). - Opladen : Leske + Budrich, 2003.
Signatur: 1723659-B.Neu
Die EU-Erweiterung wird das Leben von Frauen und Männern in Europa nachhaltig prägen. Hier wird der Frage nachgegangen, welche Erwartungen europäische Frauenbewegungen an die EU haben, sowohl in den Mitgliedsländern, Beitrittsländern und solchen Ländern, die vorläufig nicht der EU beitreten werden. In den einleitenden theoretischen Beiträgen geht es um die Geschichtsschreibung von frauenpolitischem Engagement, zweitens um die Veränderungen von Bürgerrechten im Kontext der EU und drittens um die EU als Gelegenheitsstruktur im Hinblick auf die Durchsetzung von Gender-Mainstreaming. Im Hauptteil erfolgt eine vergleichende Bestandsaufnahme von Frauenbewegungen in Europa. Ausgehend von nationalen und historischen Traditionen von Frauenbewegungen der jeweiligen Länder wird der Bogen zu bisherigen Erfahrungen, Erwartungen und Befürchtungen an die EU aus Frauensicht gezogen.

Feminismus in Osteuropa? : Bilder - Rollen - Aktivitäten / Christa Ebert und Malgorzata Trebisz (Hrsg.). - Berlin : scrîpvaz-Verlag, 2003. - (Schriftenreihe Ost-West Diskurse ; 3)
Signatur: 1719426-B.Neu
"Die Einzelanalysen ergeben zusammen genommen ein durchaus kohärentes Bild über den Zustand der Geschlechterverhältnisse in den behandelten Ländern, aber einen unterschiedlichen Umgang damit. Für alle Länder scheint gleichermaßen zu gelten, dass sich die ökonomische Situation der Frauen nach der Wende verschlechtert hat, dass die verschärfte Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt und die wachsende Arbeitslosigkeit emanzipatorische Errungenschaften der sozialistischen Ära wieder eliminiert hat, und damit verbunden, traditionelle Rollenklischees wieder aufleben. Für alle Länder scheint ebenso zu gelten, dass die Frauen zwar mit ihrer Lage unzufrieden sind, aber dennoch ein tiefes Misstrauen gegenüber westlichen feministischen Ideen und Theorien hegen. (...) Gleichzeitig verbreiten sich natürlich feministische Diskurse auch nach Osteuropa und stoßen hier bei einer vorerst noch zahlenmäßig geringen Elite von Frauen auf Resonanz." (aus dem Vorwort)

Gerhard, Jane: Desiring revolution : second-wave feminism and the rewriting of American sexual thought, 1920 to 1982. - New York [u.a.] : Columbia Univ. Press, 2001.
Signatur: 1719107-B.Neu
In den 70er Jahren war die Frage der Sexualität in der Frauenbewegung sehr präsent: sie wurde sowohl als Unterdrückungsmechanismus erkannt als auch als Möglichkeit der Befreiung gesehen. In ihrem Buch verfolgt Jane Gerhard das Thema bis zurück in die 20er Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Sie betrachtet die radikalen Ideen der neuen Frauenbewegung als Antwort auf damalige Bestrebungen, weibliche Sexualität zu definieren und zu kontrollieren.

© Nationalbibliothek, 2001
last update: 15.07.2004


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