Achtung
Prunksaal

Aufgrund einer Veranstaltung schließt der Prunksaal am Mittwoch, 21. Oktober 2026, bereits um 14 Uhr.

Prunksaal

Aufgrund einer Veranstaltung schließt der Prunksaal am Freitag, 30. Oktober 2026, bereits um 15 Uhr.

Sie wünschen, wir stellen aus!

Auch im Jahr 2026 stellt die Österreichische Nationalbibliothek „besondere Objekte“ aus ihren reichhaltigen Beständen im Prunksaal aus.

Welche Objekte das sind, konnten Sie selbst im Online-Voting bestimmen. Zu verschiedenen Themenkreisen standen jeweils drei Objekte zur Auswahl.

Das ausgestellte besondere Objekt wird von einem kostenfreien Expertenvortrag, einem Blogbeitrag und einem Video begleitet.

13. Juli – 11. Oktober 2026

Mozarts „erstes“ Violinkonzert? Eine Fälschung!


Der Gewinner des Votings zum Thema „Täuschend echt“ ist Objekt 3: „Mozarts „erstes“ Violinkonzert? Eine Fälschung!“ (Musikdruck, 1933). Das Siegerobjekt ist von 13. Juli bis 11. Oktober 2026 im Prunksaal der Österreichischen Nationalbibliothek ausgestellt. Erfahren Sie mehr im Blogbeitrag.

Buchtitel mit "W. A. Mozart, Violinkonzert"
Wo Mozart draufsteht, ist nicht immer Mozart drin! Die Musikgeschichte ist voller Fälschungen, „gestohlener“ Melodien und sogar vollständig frei erfundener Komponist*innen. So stammt auch das Violinkonzert in D-Dur (KV Anh. C 14.05) von einem musikalischen „Trittbrettfahrer“. Marius Casadesus arrangierte 1931 einige Mozart-Fragmente zu einem Violinkonzert, und gab es als neu entdeckte Komposition des zehnjährigen Wolfgang Amadé Mozart aus. Auch dass es am Versailler Hof entstanden und Prinzessin Adelaide von ihrem „sehr ergebenen und sehr kleinen Diener“ gewidmet sein soll, ist reine Erfindung. Der Schwindel flog erst 1977 bei einem Urheberrechtsstreit auf – denn auf die Tantiemen wollte Casadesus dann doch nicht verzichten…

Unter diesen Links können Sie sich das „gefälschte“ Mozart-Violinkonzert anhören. Würden Sie den Unterschied erkennen?

Youtube: Violin Concerto in D Major "Adélaïde," K. 294a: 1. Allegro (attrib. Mozart)

Spotify: https://open.spotify.com/intl-de/track/3dwXAj5Z9njcaBjGdGhk6k?si=7ed6f9e6f6724fff

13. Oktober 2026 – 10. Jänner 2027

Erich Lessing: Ein Moment der Hoffnung


Die Fotografie „Erich Lessing: Ein Moment der Hoffnung“ ist vom 13. Oktober 2026 bis 10. Jänner 2027 im Rahmen der Fokusausstellung „Brücke der Menschlichkeit. Österreich und der Ungarnaufstand 1956“ im Prunksaal der Österreichischen Nationalbibliothek ausgestellt.

Schwarz-weißes Foto von jubelnder Menge in der Straße.
Am 28. Oktober 1956 schien der ungarische Volksaufstand für einen kurzen Augenblick erfolgreich zu sein. Der Abzug sowjetischer Truppen wurde angekündigt, und tausende Menschen feierten auf den Straßen Budapests die Hoffnung auf Freiheit und Unabhängigkeit. Der österreichische Fotograf Erich Lessing hielt diese Stimmung mit seiner Kamera fest. Der dazugehörige Kontaktabzug – eine Übersicht mehrerer Aufnahmen auf einem Blatt – zeigt weitere Fotografien, die Lessing unmittelbar davor und danach machte. Zu sehen sind friedliche Demonstrierende, die mit ungarischen Fahnen durch Budapest ziehen. Die farbigen Markierungen verraten, welche Bilder für die Veröffentlichung ausgewählt wurden. Der Kontaktabzug dokumentiert damit nicht nur einen historischen Augenblick, sondern auch, wie aus einer Bildserie jene Fotografien ausgewählt wurden, die in Zeitungen und Magazinen erschienen.
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