Sie wünschen, wir stellen aus!

Auch im Jahr 2026 stellt die Österreichische Nationalbibliothek „besondere Objekte“ aus ihren reichhaltigen Beständen im Prunksaal aus.

Welche Objekte das sind, konnten Sie selbst im Online-Voting bestimmen. Zu verschiedenen Themenkreisen standen jeweils drei Objekte zur Auswahl.

Das ausgestellte besondere Objekt wird von einem kostenfreien Expertenvortrag, einem Blogbeitrag und einem Video begleitet.

13. Juli – 11. Oktober 2026

Mozarts „erstes“ Violinkonzert? Eine Fälschung!


Der Gewinner des Votings zum Thema „Täuschend echt“ ist Objekt 3: Mozarts „erstes“ Violinkonzert? Eine Fälschung!“ (Musikdruck, 1933). Das Siegerobjekt ist von 13. Juli bis 11. Oktober 2026 im Prunksaal der Österreichischen Nationalbibliothek ausgestellt und wird bei einem Expertenvortrag am 14. Juli 2026 vorgestellt.

Buchtitel mit "W. A. Mozart, Violinkonzert"
Wo Mozart draufsteht, ist nicht immer Mozart drin! Die Musikgeschichte ist voller Fälschungen, „gestohlener“ Melodien und sogar vollständig frei erfundener Komponist*innen. So stammt auch das Violinkonzert in D-Dur (KV Anh. C 14.05) von einem musikalischen „Trittbrettfahrer“. Marius Casadesus arrangierte 1931 einige Mozart-Fragmente zu einem Violinkonzert, und gab es als neu entdeckte Komposition des zehnjährigen Wolfgang Amadé Mozart aus. Auch dass es am Versailler Hof entstanden und Prinzessin Adelaide von ihrem „sehr ergebenen und sehr kleinen Diener“ gewidmet sein soll, ist reine Erfindung. Der Schwindel flog erst 1977 bei einem Urheberrechtsstreit auf – denn auf die Tantiemen wollte Casadesus dann doch nicht verzichten…

Unter diesen Links können Sie sich das „gefälschte“ Mozart-Violinkonzert anhören. Würden Sie den Unterschied erkennen?

Youtube: Violin Concerto in D Major "Adélaïde," K. 294a: 1. Allegro (attrib. Mozart)

Spotify: https://open.spotify.com/intl-de/track/3dwXAj5Z9njcaBjGdGhk6k?si=7ed6f9e6f6724fff

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