Achtung
Öffnungszeiten zu den Feiertagen

Der Prunksaal hat zusätzlich zu den regulären Öffnungszeiten am 6. April und 25. Mai 2026 geöffnet.

Sie wünschen, wir stellen aus!

Auch im Jahr 2026 stellt die Österreichische Nationalbibliothek fünf „besondere Objekte“ aus ihren reichhaltigen Beständen im Prunksaal aus.

Welche Objekte das sind, können Sie selbst im Online-Voting bestimmen. Zu fünf Themenkreisen stehen jeweils drei Objekte zur Auswahl.

Das ausgestellte besondere Objekt wird von einem kostenfreien Expertenvortrag, einem Blogbeitrag und einem Video begleitet.

Voting für das nächste besondere Objekt

Welches „besondere Objekt“ wollen Sie bei einer Präsentation bewundern? Stimmen Sie jetzt ab! Es stehen drei außergewöhnliche Objekte aus den Beständen der Österreichischen Nationalbibliothek zur Auswahl. Vom 31. März bis 13. April 2026 läuft das Voting. Das Siegerobjekt können Sie vom 13. Juli bis 11. Oktober 2026 im Prunksaal der Österreichischen Nationalbibliothek sowie bei einem Expertenvortrag am 14. Juli 2026 bewundern.

Täuschend echt?
Von Fälschungen, Verschwörungstheorien und anderen Unwahrheiten 

Täuschungen fanden und finden zu allen Zeiten in allen Bereichen des Lebens Eingang in das menschliche Verhalten – sie hinterfragen unsere Wahrnehmung und unsere Glaubwürdigkeit. Drei sehr unterschiedliche Objekte der Österreichischen Nationalbibliothek zeigen faszinierende Beispiele: eine Legende über den Mars, ein rätselhafter Papyrus mit zweifelhafter Herkunft und ein berühmtes Violinkonzert, das sich als Fälschung entpuppte.

Vielen Dank für Ihre Stimme!


Das Ergebnis des Votings finden Sie ab 14. April 2026 auf dieser Seite.

13. Jänner – 12. April 2026

Praxis Artolloriae Pyrotechnicæ


Der Gewinner des Votings zum Thema "Explosive Zeiten" ist Objekt 3: "Praxis Artolloriae Pyrotechnicæ" (Buch, 1660). Das Siegerobjekt ist von 13. Jänner bis 12. April 2026 im Prunksaal der Österreichischen Nationalbibliothek ausgestellt und wird bei einem Expertenvortrag am 27. Jänner 2026 vorgestellt. 

Skizze von einem zirkulären Gerät.
Während des Dreißigjährigen Kriegs wurden bei der Belagerung von Städten neue Techniken in der Artillerie erprobt, etwa Geschosse mit Sprengköpfen oder ein mit Pech getränkter, angezündeter Strohkranz. Diese Experimente hatten verheerende Folgen und wurden zu einer massiven Bedrohung für die bis dahin üblichen Stadtbefestigungen mit ihren hohen, schmalen Mauern und Türmen. Als Reaktion darauf mussten Stadtmauern erneuert, Zeughäuser verstärkt und die Festungsbaukunst grundlegend neu gedacht werden. Das wachsende Interesse an Fachliteratur zu Artillerie und Pyrotechnik im 17. Jahrhundert spiegelt sich auch in diesem Werk aus der Privatbibliothek von Franz I./II. wider, in dem solche Techniken ausführlich behandelt werden. Die Autoren dieser Traktate waren meist Büchsen- oder Zeugmeister.

14. April – 31. Mai 2026

Jüdisches Erbe in Wien: Der Friedhof in der Rossau


Der Gewinner des Votings zum Thema „Jüdisches Österreich“ ist Objekt 1: „Jüdisches Erbe in Wien: Der Friedhof in der Rossau“ (Aquarell, 19. Jh.). Das Siegerobjekt ist von 14. April bis 31. Mai 2026 im Prunksaal der Österreichischen Nationalbibliothek ausgestellt und wird bei einem Expertenvortrag am 21. April 2026 vorgestellt.

Gemälde, das einen zerstörten Friedhof zeigt.
Der jüdische Friedhof in der Seegasse in der Rossau ist die älteste noch erhaltene israelitische Begräbnisstätte Wiens. Er wurde 1517 angelegt und erstmals 1582 urkundlich erwähnt. Im Zuge der Vertreibung der Wiener Juden 1670 war er vom Abriss bedroht, doch die Söhne des Bankiers Jakob Koppel Fränkel bewahrten ihn mit einer Zahlung von 4.000 Gulden „auf ewige Zeiten“ vor der Zerstörung. 1698 errichtete der Hofbankier Samuel Oppenheimer neben dem Friedhof das erste jüdische Spital und Versorgungshaus in Wien. Dieses Aquarell aus dem 19. Jahrhundert, dessen Maler*in unbekannt ist, zeigt den Friedhof und das Versorgungshaus und dokumentiert eindrucksvoll die jüdische Geschichte Österreichs.
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