Cookie Information
Diese Webseite verwendet Cookies. Bei weiterer Nutzung gehen wir davon aus, dass Sie mit der Nutzung von Cookies einverstanden sind. Impressum

Pressemeldung


13. April 2023

„JETZT & ALLES. Österreichische Literatur. Die letzten 50 Jahre“
Eine Ausstellung des Literaturmuseums der Österreichischen Nationalbibliothek in Kooperation mit dem Deutschen Buch- und Schriftmuseum

 

Die KooperationspartnerInnen:
Im Rahmen des Österreich-Schwerpunkts der Leipziger Buchmesse 2023 („meaoiswiamia“) präsentiert die Österreichische Nationalbibliothek eine Ausstellung zur österreichischen Literatur von den 1970er Jahren bis in die Gegenwart. Die vom Literaturmuseum der Österreichischen Nationalbibliothek erarbeitete Schau wird in Kooperation mit dem Deutschen Buch- und Schriftmuseum der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig gezeigt; sie richtet sich an ein breites, literarisch interessiertes Publikum. Ein aufwendig gestalteter Katalog erscheint im Residenz Verlag.

KuratorInnen: 
Bernhard Fetz und Kerstin Putz – Literaturmuseum der Österreichischen Nationalbibliothek
Laufzeit: 26. April 2023 – 7. Januar 2024
Eröffnung mit Musik: 25. April 2023, 19 Uhr 
Website: » onb.ac.at/museen/literaturmuseum bzw. » dnb.de/jetztundalles

Eine Vorschau auf die Ausstellung:
JETZT & ALLES. Österreichische Literatur. Die letzten 50 Jahre

„JETZT & ALLES“ stellt wichtige österreichische AutorInnen der letzten 50 Jahre vor – von Thomas Bernhard, Elfriede Jelinek und Peter Handke bis zu Friederike Mayröcker und Marlene Streeruwitz. Die Ausstellung widmet sich aber auch jüngeren SchriftstellerInnen wie Ann Cotten, Clemens J. Setz und vielen mehr. Noch nie gezeigte Manuskriptblätter, persönliche Schreibgegenstände, Fundstücke und Fotografien aus den Beständen des Literaturarchivs der Österreichischen Nationalbibliothek machen die zentralen Themen und Motive der österreichischen Literatur seit den 1970er Jahren anschaulich: die Auseinandersetzung mit sozialen Umbrüchen, Erinnerungskultur und Geschichtsvergessenheit ebenso wie das Experimentieren mit Formen, Medien und Genres.

Streitbar und experimentierfreudig, formbewusst und vielstimmig – das ist die österreichische Literatur seit den 1970er Jahren. Unter dem Titel „JETZT & ALLES“ versammelt die Ausstellung Positionen ausgewählter AutorInnen und erzählt die Entstehungsgeschichten ihrer Texte. Manuskripte, Notizbücher, Zeichnungen und Skizzen, aber auch Wäscheklammern, Wanderschuhe, Audiokassetten und Twitter-Beiträge geben Einblick in die Arbeitsweisen von SchriftstellerInnen. Anschaulich werden so die Techniken, Medien und Initialzünder des Schreibens: Dazu gehören Bleistift und Schreibmaschine; Stimme und Mund; Träume, die auf Zettel notiert werden; Fotografien, die Erinnerungen hervorrufen, und Objekte, die sich zu Geschichten verdichten. Das Alleinstellungsmerkmal der Ausstellung ist die starke Fokussierung auf die Materialität der Literatur: Im Mittelpunkt steht das „Zeugs“, das die AutorInnen beim Schreiben beflügelt oder hemmt, das Inspiration bietet oder Widerstände erzeugt.

„JETZT“ steht dabei für die Aktualität und Zeitgenossenschaft der österreichischen Literatur, aber auch für den sich immer jetzt ereignenden Akt sinnlich-künstlerischer Welt-Wahrnehmung und jenen Moment, in dem eine Idee entsteht, ein Satz zu Papier gebracht wird. „ALLES“ bezieht sich auf die Bedeutung der österreichischen Literatur über die Landes- und Sprachgrenzen hinweg, auf nichts weniger als den Anspruch, alles in den Raum der Literatur aufzunehmen – jenen imaginären Raum, der weit über die Ränder des Nationalen oder die territorialen Grenzen Österreichs hinausreicht. „ALLES“ verweist schließlich auf die hohen künstlerischen wie moralischen Ansprüche jener AutorInnen, die seit den 1970er Jahren vehement auf Geschichtsvergessenheit und Erinnerungsverluste in der österreichischen Gesellschaft hingewiesen haben und hinweisen: „Achtung! Das Vergangene findet jetzt statt!“ (Elfriede Jelinek)

Das zwischen „Jetzt“ und „Alles“ aufgespannte Panorama der österreichischen Literatur der letzten 50 Jahre, das die Ausstellung präsentiert, ist vielfältig und sinnlich, zugleich kontrovers und widerspruchsreich. Ausgewählte Positionen finden sich zu einem vielstimmigen Chor zusammen.

Mit Unterstützung des Bundesministeriums für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport


Begleitprogramm:
19. – 21. April 2023: Symposium „Grenzüberschreitungen. Österreichische Literatur 1973 – 2023“
(in Zusammenarbeit mit der Universität Leipzig und dem Literaturhaus Leipzig)
Link zum Detailprogramm: » uni-leipzig.de

Weitere Veranstaltungstermine:

Dienstag, 9. Mai 2023, 19 Uhr 
„Nicht nur das Geschriebene auch die Existenz musz poetisch sein“
Ein Abend für Friederike Mayröcker

Schauspielerinnen-Lesung, Musik von Maja Osojnik 
Einführung: Kerstin Putz

Donnerstag, 22. Juni 2023, 19 Uhr 
„Nachwelt.“
Lesung: Marlene Streeruwitz
Gespräch mit der Autorin: Bernhard Fetz 

Samstag, 30. September 2023, 19 Uhr 
„Jandln“
Ein Ernst Jandl-Abend von und mit Wolfram Berger, Wolfgang Puschnig und Jon Sass
Link zum Veranstaltungsprogramm: » dnb.de/jetztundalles

Ansprechpartnerin Deutsches Buch und Schriftmuseum: 
Dr. Stephanie Jacobs, Tel.: +49 341 2271-575, s.jacobs@dnb.de 
Ansprechpartnerin Österreichische Nationalbibliothek: 
Mag. Magdalena Haid, Tel.: +43 1 53410-767, magdalena.haid@onb.ac.at

Die Verwendung des zur Verfügung gestellten Bildmaterials im Rahmen der Berichterstattung über die Österreichische Nationalbibliothek ist kostenfrei. Copyright, falls nicht anders angegeben: Österreichische Nationalbibliothek.

Pressekontakt:
Elke Koch
Kommunikation und Marketing
Josefsplatz 1
1015 Wien
Tel.: +43 1 53410-270
Mobil: +43 664 201 27 18
elke.koch@onb.ac.at

JavaScript deaktiviert oder Chat nicht verfügbar.
Signal Chat Live Chat