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Günther Anders: Erschließung und Kontextualisierung ausgewählter Schriften aus dem Nachlass


Projektleitung:
Univ.-Prof. Dr. Konrad Paul Liessmann
Institut für Philosophie der Universität Wien
Tel.: +43 (1) 42 77-474 13
E-Mail: konrad.liessmann@univie.ac.at

Kooperationspartner:
Priv.-Doz. Dr. Bernhard Fetz
Tel.: +43 (1) 534 10-344
E-Mail: bernhard.fetz@onb.ac.at

ProjektmitarbeiterInnen:
Mag. Kerstin Putz (Literaturarchiv)
Mag. Reinhard Ellensohn (Institut für Philosophie)

Finanzierung: Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF) 
Laufzeit: 2. Jänner 2012 bis 1. Jänner 2015

Kurzbeschreibung 
Das Projekt widmet sich der textkritischen Erschließung und Kontextualisierung ausgewählter Schriften aus dem umfangreichen Nachlassbestand des Philosophen und Schriftstellers Günther Stern/Anders (Breslau 1902 – Wien 1992). Der Nachlass befindet sich seit 2004 am Literaturarchiv der Österreichischen Nationalbibliothek und soll im Rahmen des Projekts einer umfassenden Sichtung und Bewertung unterzogen werden. Die Schwerpunkte liegen dabei auf Anders’ Texten zur frühen Anthropologie, zur Musikphilosophie, zur Sprachkritik sowie zum Verhältnis von Literatur und Philosophie. Anders verfasste im Umfeld von Husserl, Heidegger, Scheler und Plessner eine eigenständige philosophische Anthropologie, deren 'latente Wirkungsgeschichte' sich in der französischen Phänomenologie von Sartre, Merleau-Ponty bis Deleuze verfolgen lässt. Weiters konzipierte er eine genuine Musikphilosophie, aufbauend auf Heideggers Existentialontologie und von großer Bedeutung für die systematische Musikwissenschaft. Hinzu kommen Schriften zur Ästhetik und Sprachkritik, autobiographische Texte, Tagebücher, Aphorismen, Fabeln, Dialoge und andere literarische Texte. Die Kontextualisierung dieser nachgelassenen Schriften erfolgt in werkimmanenter, historisch-biographischer, rezeptionsgeschichtlicher, kultur- und philosophiehistorischer Hinsicht, sowie mit Rücksicht auf aktuelle philosophische und kulturwissenschaftliche Diskurse. Darüber hinaus soll ein Editionskonzept zu den genannten Schwerpunktthemen erstellt und die Möglichkeit einer Edition weiterer Texte aus dem Nachlass geprüft werden.
Besondere Berücksichtigung soll auch der Korrespondenzbestand finden, der sich ebenfalls am Literaturarchiv der Österreichischen Nationalbibliothek befindet und Günther Anders als Teil eines prominenten intellektuellen Netzwerks zeigt. Anders studierte bei Cassirer, Husserl und Heidegger, war Ehemann und philosophischer Gesprächspartner von Hannah Arendt, befreundet oder in intellektueller Auseinandersetzung mit Theodor W. Adorno, Walter Benjamin, Ernst Bloch, Bertolt Brecht, Hans Magnus Enzensberger, Max Horkheimer, Hans Jonas, Karl Löwith, Georg Lukács, Herbert Marcuse, Jean Paul Sartre u. a.
Das Projekt erfolgt in interdisziplinärer Zusammenarbeit zwischen dem Institut für Philosophie der Universität Wien und dem Literaturarchiv der Österreichischen Nationalbibliothek.

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