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Johann Jacob Marinoni: Jagdatlas, um 1725


Johann Jacob Marinoni Niederösterreich, kaiserliche Jagdreviere, um 1725-1729
Abb.: Johann Jacob Marinoni, Niederösterreich, kaiserliche Jagdreviere, um 1725 – 1729, Neuer Atlas der Kayserl.en Wildban in Östereich unter der Ens, verschiedene Maßstäbe, (Wien) 1726, 1728/29, kolorierte Handzeichnungen, 2 Bände, geschlossener Buchblock, ca. 51 x 72 cm, ÖNB/KAR: K I 98480, Band 1, Taf. 12: Mappa uber den Kays.en Prater, ca. 1:11.000, südsüdostorientiert , 68 x 47 cm

Der berühmte Jagdatlas Kaiser Karl VI. im Auftrag von Oberstjägermeister Johann Julius Hardegg angefertigt umfasst zwei Foliobände in dunkelgrünem Samt mit Spitzenapplikationen aus Silberfäden. Gezeichnet wurden die 30 Manuskriptkarten vom kaiserlichen Hofmathematiker und Direktor der Militär-Ingenieur-Akademie Johann Jacob Marinoni (16761755), teilweise unter Mitarbeit seiner Schüler. Der aus Udine stammende Autor war nicht nur ein anerkannter Wissenschaftler seiner Zeit, sondern wirkte auch bahnbrechend als Geometer durch seine verbesserte Methode der Meßtischaufnahme und des Fehlerausgleichs. Von Marinoni sind zahlreiche Manuskriptkarten erhalten, darunter einer der bedeutendsten Pläne der Stadt Wien (in Zusammenarbeit mit Leander Anguissola).

Die Karten des Jagdatlasses beruhen auf Vermessungen der kaiserlichen Jagdreviere in unmittelbarer Nähe der Residenzstadt, entlang der Donau von Wien bis Orth, im Marchfeld und im angrenzenden Hügelland. Der erste Band beinhaltet zwei Übersichtskarten und elf Revierkarten der zum Forstamt (Kaiser-)Ebersdorf gehörenden Donau-Auen sowie des südlich angrenzenden Teils des Wiener Beckens. Der zweite, 1728/29 datierte Band umfasst neben einer Übersichtskarte 16 Revierkarten der Forstämter Wolkersdorf und Orth.
   
Dieser einzigartige Atlas stellt eine bemerkenswerte historische und geographische Quelle für die weitere Umgebung Wiens, den Lauf der Donau mit den vielen Nebenarmen sowie für die in dieser Zeit übliche Bodennutzung dar, da verschiedene Vegetationsformen ausgewiesen werden. Die Inselkarten sind technisch hervorragend ausgeführt, besitzen große ästhetische Qualität sowie zum Teil repräsentative Kartuschen und Dekorationen zum Jagdwesen. Ein zweites, nicht so prunkvolles Exemplar wurde für den Dienstgebrauch angefertigt.

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