Gelehrte Frauen : Frauenbiographien vom 10. bis zum 20. Jahrhundert. - Wien : Bundesministerium für Unterricht und Kulturelle Angelegenheiten, 1996. - (Zukunft, Bildung, Kultur)
Signatur: 1476466-C.Neu
"Die vorliegende Zusammenstellung von 69 Einzelportraits skizziert Pionierinnen und Einzelkämpferinnen - erfolgreiche und erfolglose, bekannte und unbekannte Frauen in der langen Zeitspanne vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Die individuellen Lebensverläufe in entsprechender zeitlicher Abfolge spiegeln auf persönliche Weise die Geschichte gelehrter Frauen in den von ihnen eroberten Wirkungsbereichen (wie Wissenschaft, Kunst oder Politik), aber auch deren geschlechtsspezifisch bedingte Be- und Verhinderungen, denen die Frauen ausgesetzt waren, wider."(Elisabeth Gehrer, Bundesministerin, im Vorwort)
Geschlechterverhältnisse in Medizin, Naturwissenschaft und Technik / hrsg. von Christoph Meinel und Monika Renneberg. - Bassum, Stuttgart : Verl. f. Geschichte der Naturwissenschaften und der Technik, 1996.
Signatur: 1481829-C.Neu
Indem die Autorinnen und Autoren die Bedeutung des Geschlechts in diesen typischen Männerdomänen in ein breites zeitliches und thematisches Spektrum auffächern, zeigt sich, in welchem Ausmaß das, was die Wissenschaften als Beschreibung der objektiven Realität vorbringen, tatsächlich kulturelle Werte und Nomen, aber auch gesellschaftliche Strukturen und konkrete Machtverhältnisse widerspiegelt. Erst durch diese Frauengeschichte wird auch der Mann als Geschlechtswesen sichtbar. Die großen Schwierigkeiten von Wissenschaftlerinnen, Ärztinnen und Ingeieurinnen in Studium und Beruf werden ebenso beleuchtet, wie das Bild der Frau als Hexe, Patientin oder als Objekt der Wissenschaft. Untersucht werden zudem exemplarische Lebensentwürfe, Facetten der Geschlechterpolitik sowie allgemeine Fragen der Geschichtsschreibung.
Huerkamp, Claudia: Bildungsbürgerinnen : Frauen im Studium und in akademischen Berufen, 1900 - 1945. - Göttingen : Vandenhoeck & Ruprecht, 1996.
Signatur. 1374721-B.Neu-Per.10
Die Autorin verfolgt mit dieser Untersuchung vor allem zwei Ziele: Erstens eine Verbindung der Situation mit den damals studierenden Frauen und den berufstätigen Akademikerinnen: soziale Herkunft, konfessionelles Profil, wirtschaftliche Lage, Fächerpräferenzen, dem Alltagsleben - gab es überhaupt Karrieremöglichkeiten? Zweitens: welche Auswirkungen hatte die Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 auf die Situation von Frauen, die in akademischen Berufen tätig waren? Im Anhang autobiographisches Material; ein ausführliches Quellen- und Literaturverzeichnis; Personen- und Sachindex.
Eugenie Schwarzwald und ihr Kreis / Robert Streibel (Hg.). - Wien : Picus-Verl., 1996.
Signatur: 1481226-C.Por
Sie war nicht nur eine Pionierin der österreichischen Mädchenbildung, sondern selbst eine der ersten Absolventinnen eines Studiums. Genia, die "Fraudoktor" liebte die Menschen, wie zahlreiche von ihr gegründete, karitative Einrichtungen zeigen. Und in ihrem berühmten Salon gaben sich bedeutende Persönlichkeiten des damaligen Wiener Kulturlebens "die Klinke in die Hand": Karl Popper, Anna Freud, Egon Friedell, Lou Andreas-Salome u.v.a.m. Im umfangreichen, kommentierten Bildteil kann frau sich im so wichtigen Geistesleben der Zwischenkriegszeit verlieren.
Rassismen : ausgewählte Analysen afrikanisch-amerikanischer Wissenschafterinnen und ihre Bedeutung für die gesellschaftsbezogene Forschung in Österreich. - Wien : Inst. für Konfliktforschung, 1996.
Signatur: 1480632-C.Neu
"Für Frauen und feministische Bewegungen in Westeuropa war Rassismus (oder auch Nationalismus und Rechtsextremismus) lange Zeit kein Thema. Die 'Weiße bürgerliche Frauenbewegung' war auf den Sexismus als Hauptform der Unterdrückung im Patriarchat fixiert. (...) Hier haben nun Schwarze Feministinnen und WissenschafterInnen mit ihrer Kritik an Inhalten und Ausblendungen der Weißen feministischen Bewegung, deren Mitglieder vorwiegend Angehörige der Mittelschicht sind, entscheidende (zumindest für uns Weiße Frauen) neue Perspektiven eingebracht und in der Analyse der Lebenszusammenhänge von Frauen neue Maßstäbe gesetzt." (aus der Einleitung) - Eine Forschungsstudie, die - last but not least - die Relevanz dieser theoretischen Ansätze für die gesellschaftspolitische Forschung in Österreich durchleuchtet.