Borch-Racobsen, Mikkel: Remembering Anna O. - London [u.a.] : Routledge, 1996.
Signatur: 1479725-B.Neu
Ein Beitrag zur Entmystifikation eines für die Geschichte der Psychoanalyse berühmten Falles. Der Autor studiert umfangreiches, zum Teil lange Zeit der Öffentlichkeit vorenthaltenes Quellenmaterial und kommt zum Schluß, daß die Psychoanalyse auf der Fallstudie einer Patientin aufbaut, die einige ihrer Symptome simulierte und der andere suggeriert wurden.
Minsky, Rosalind: Psychoanalysis and gender : introductory reader. - London [u.a.] : Routledge, 1995. - (Critical readers in theory and practice)
Signatur: 1479818-B.Neu
Ein Lesebuch zur Psychoanalyse unter dem Focus der Geschlechterdifferenz. Die Autorin analysiert Werke von Sigmund Freud, Melanie Klein, Donald Winnicott; Jacques Lacan, Julia Kristeva, Luce Irigaray. Jeder Beitrag wird unter dem Aspekt: "commentary, discussion, presences and absences, suggested reading" behandelt. Ausgewählte Textbeispiele bieten ein zusätzliches Instrumentarium zum Studium von "unterbewußten männlichen und weiblichen Konstruktionen".
Phillips, Shelley: Beyond the myths : mother-daughter relationships in psychology, history, literature and everyday life. - London [u.a.] : Penguin Books, 1996.
Signatur: 1479822-B.Neu
Das Buch lädt Frauen ein, ihre eigene Situation zu hinterfragen, indem sie die Psychologie der Mutter-Tochter-Beziehung während der Kindheit, des Jugendalters und als Erwachsene erforschen. Es bietet neue Einsichten in die Rolle des Vaters und in die gemeinsamen Erfahrungen von Geschwistern und macht praktische Lösungsvorschläge, wie mit Krisensituationen in der Beziehung zur Mutter umgegangen werden sollte.
Stein, Wiebke: Vom unwiderstehlichen Drang, Mutter zu werden : Mutterglück aus der Retorte? / Elke Sproll. - Pfaffenweiler : Centaurus-Verl.-Ges., 1994. - (Feministisches Forum ; 1)
Signatur: 1475120-B.Neu-Per
Ausgehend von der Tatsache, daß Mütterlichkeit kein biologisch bedingtes Phänomen darstellt, skizzieren die Autorinnen deren historischen Hintergrund. Dabei wird einerseits die Dringlichkeit des Kinderwunsches so vieler Frauen nachvollziehbar, andererseits aber auch die bewußte Entscheidung für ein Leben ohne Kinder dazu in Bezug gesetzt. Vor dem Hintergrund einer klaren politischen Ablehnung fortpflanzungsmedizinischer "Behandlungsmethoden"wird hier Kinderlosigkeit nicht als technischer Defekt, sondern als komplexes psychologisches Problem betrachtet. Statt isolierter Symptombekämpfung wäre hier eine ganzheitliche Herangehensweise (z.B. durch Psychotherapie oder Selbsthilfegruppen) sinnvoller.