Augustin Turzan: Nahmenbüchlein

Übung zum Silbenlesen

Erstes Lesebuch für Kinder. - Wien : Bey St. Anna in der Johannis-Gasse, 1825.

Österreichische Nationalbibliothek, Sign.: 307.663-B.Alt-Mag

"Namenbüchlein" nannte man ABC-Bücher oder Fibeln, die als Vorlagen für den Lese- und Schreibunterricht dienten. Dieser begann noch bis weit ins 19. Jahrhundert hinein mit dem Buchstabieren von Wörtern, dann mit dem Erkennen von Silben. So enthält auch dieses Büchlein einige Seiten mit Übersichten zu einer großen Anzahl möglicher Silben. Nach diesen sollten sich die Schüler über Sätze mit einsilbigen Wörtern (Ein Kind ist auch ein Mensch) zu einfachen Lesestücken vorarbeiten. Heute bieten die an sich inhaltlich anspruchslosen kleinen Texte dem aufmerksamen Leser Einblick in den Kinderalltag früherer Jahrhunderte.

Damit die Kinder mit der lateinischen Schreibschrift, mit Kurrent- und Frakturschrift vertraut werden konnten, finden sich auch Abschnitte in diesen Schriften. Ganz in der Tradition alter Namenbüchlein endet auch dieses mit einigen kleinen Erzählungen religiösen Inhalts und Kindergebeten.

 

 


last update 03.04.2016