Trauergerüst für Maria Anna von Portugal

Trauergerüst (Kupfertafel)

Alvitez, Alejo de: Puntual Descripcion, Funebre Lamento, Y Sumptuoso Tumulo, De La Regia Doliente Pompa, Con Que En La Santa Iglesia Metropolitana De La Ciudad De Los Reyes, Lima, Corte De La America Austral, Mando Solemnizar Las Reales Exequias De La Señora Doña Mariana Josepha De Austria, Reyna Fidelissima De Portugal, Y De Los Algarves, El Dia 15. De Marzo De 1756. El Activo Zelo Del Excmo Señor Don Joseph Manso De Velasco, del Orden de San-tiago, Conde de Super-Unda, Gentil Hombre de la Camara de Su Magestad con Entrada, S. C. Theniente General de los Reales Exercitos, Virrey, Governador, y Capitan General de los Reynos del Perù, y Chile : De Cuyo Superior Mandato La Escribia  / El R. P. Fr. Alexo De Alvitez, Del Orden Seraphico, Lector de Theologia en el Convento de Jesùs de Lima . - Lima : [s.a. 1757]. 

Österreichische Nationalbibliothek, Sign.: 309.333-B.Alt-Mag

Detailinformation

Diese äußerst seltene in Lima gedruckte Ausgabe wurde von Alejo de Alvitez zu Ehren von Maria Anna von Portugal  (1683 – 1754) anlässlich der ihr gewidmeten Trauerfeierlichkeiten, welche am 16. März in Lima abgehalten wurden,  zusammengestellt.

Einer kurzen Zusammenfassung der Trauerfeiern folgen mehr als 150 Seiten Gedichte, verfasst von Geistlichen und wichtigen Persönlichkeiten Limas.

Eingebunden ist eine gefaltete Kupfertafel, auf welcher das Trauergerüst zur Totenfeier Maria Anna von Portugal dargestellt ist.

Maria Anna war eine Tochter Kaiser Leopolds I. aus seiner dritten Ehe mit Eleonora Magdalena von Pfalz-Neuburg. Sie war hochmusikalisch, wirkte an Theater- und Opernaufführungen mit und zeichnete sich als gerühmte Tänzerin bei höfischen Balletten aus.

1708 wurde sie mit König Johann V. von Portugal vermählt, dessen Regierung sich durch eine lange Friedenszeit auszeichnete. Das Paar hatte fünf Kinder.

Nachdem König Johann 1742 einen Schlaganfall erlitt, führte Maria Anna die Regierungsgeschäfte bis zu seinem Tode 1750. Danach übergab sie an ihren ältesten Sohn. Maria Anna verstarb 1754 in Lissabon. Sie wurde an der Seite ihres Gatten begraben, ihr Herz allerdings wollte sie in Wien begraben wissen. 

Abbildung:
Gefaltete Kupfertafel: Trauergerüst zur Totenfeier der Maria Anna Königin von Portugal; Fr. Ant. Contreras Or. Bē. Mē. de Mercede. deline. et sculpsit 1766.


last update 03.12.2014