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NewsLetter 80: Frauenbewegung

 
Olson, Lynne: Freedom's daughters : the unsung heroines of the civil rights movement from 1830 to 1970. - New York [u.a.] : Scribner, 2001.
Signatur; 1798060-C.Neu
Frauen hatten oft die Ideen, für welche Männer die Lorbeeren ernteten. Dies mussten sogar so prominente Persönlichkeiten der Bürgerrechtsbewegung wie Stokely Carmichael, Andrew Young und John Lewis eingestehen. Lynne Olson begibt sich auf die Suche nach jenen Frauen, die wesentlich zum Erfolg der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung beigetragen haben. Sie erzählt die bisher weitgehend übersehene Geschichte außergewöhnlicher Frauen, die zu den furchtlosesten, einfallsreichsten und hartnäckigsten Anführerinnen der Bürgerrechtsbewegung gehörten. Olson stellt daher die offizielle Bürgerrechtsbewegung in den Kontext einer viel längeren Geschichte von Aktivistinnen, beginnend mit den Anti-Sklaverei- und Frauenrechtsbewegungen des frühen 19. Jahrhunderts. In ihrem Buch werden mehr als 60 Frauen portraitiert und skizziert, von Schlüsselfiguren wie Pauli Murray, Ida Wells, Eleanor Roosevelt, Ella Baker und Septima Clark bis hin zu den zahlreichen Aktivistinnen, die zwar in einem weitaus geringerem Maße zur Bürgerrechtsbewegung beitrugen, deren Anteil aber nicht minder geschätzt werden darf, da die Bürgerrechtsbewegung vor allem als Massenbewegung gewann. Es darf daher als bemerkenswertes Korrektiv an der standardisierten amerikanischen Geschichtsschreibung bezeichnet werden.

Sänger, Eva: Begrenzte Teilhabe : Ostdeutsche Frauenbewegung und Zentraler Runder Tisch in der DDR. - Frankfurt am Main [u.a.] : Campus, 2005. - (Politik der Geschlechterverhältnisse ; 29)
Signatur: 1456141-B.Neu-Per.29
Nicht erst mit dem Ende der SED-Herrschaft in der DDR setzten sich Frauen im Osten Deutschlands öffentlich für ihre Rechte und Interessen ein. Eva Sänger schildert, wie sich Frauen bereits in der DDR der 80er Jahre staatsunabhängig organisierten und welchen zivilgesellschaftlichen Einfluss sie nehmen konnten. Ihr zentrales Interesse gilt der Frage nach den strukturellen Bedingungen für die Teilnahme des Unabhängigen Frauenverbandes am Zentralen Runden Tisch. Wie wurden "Fraueninteressen" definiert, repräsentiert und verhandelt? Welche Rolle kam dem unabhängigen Frauenverband als frauenpolitischer Akteur zu und welchen Einfluss konnte er ausüben? Für die Zeit des demokratischen Umbruchs in der DDR zeigt sie, dass dieser nicht nur die Erweiterung zivilgesellschaftlicher Handlungsspielräume beinhaltete, sondern auch Exklusionsprozesse qua Geschlecht einhergingen. Letztlich blieben die Interessen des Unabhängigen Frauenverbandes auf der Strecke.

© Nationalbibliothek, 2001
last update: 07.07.2006


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