Der Suhrkamp Verlag fertigte von der zweiten Textfassung von Peter Handkes Zurüstungen für die Unsterblichkeit eine Abschrift an, die von Hans-Jürgen Drescher, dem damaligen Leiter des Suhrkamp Theaterverlags, am 15. November 1995 an den Autor geschickt wurde. Der dem Paket beigelegte Brief ist im Verlagsarchiv erhalten.
Handke war, wie seine Antwort an Hans-Jürgen Drescher vom 20. November 1995 zeigt, aufgrund der Fehlerhaftigkeit mit dieser Abschrift nicht zufrieden. Er bittet um eine genauere Korrektur und um die Berücksichtigung von weiteren Ein- und Anfügungen, die er als Originaltyposkripte oder als Seiten der Abschrift mit Anmerkungen seinem Schreiben beigelegt hat. Die von ihm dazu angegebenen Seitenzählungen verweisen auf diese erste Abschrift. Die wenigen dem Brief beigelegten Seiten der ersten Abschrift sind die einzigen Dokumente dieser Zwischenfassung.
Darin wurde beispielsweise mit einem »⊗« markiert auf einem Typoskriptblatt der Zwischenfassung von Handke handschriftlich nach »DIE SCHWESTERN gemeinsam, zu ihren Bäuchen geneigt. Wir werden sehen.« eingefügt: »⊗ (Einfügung:) DER GROSSVATER am Boden, flucht. Lecke Boote! Lecke Portale! Lecke Kutschen! Lecke Welt! Leckt mich am Arsch, alle!« (Zwischenfassung Bl. 6; vgl. Textfassung 3: Bl. 6; Textfassung 4: Bl. 6, Textfassung 5: Bl. 6) – eine ähnliche Einfügung (der Leckt-mich-Teil wir immer wieder wiederholt) wurde auf Blatt 96 der Zwischenfassung von Handke handschriftlich eingetragen (vgl. Textfassung 3: Bl. 93; Textfassung 4: Bl. 93)
Andere Einfügungen Handkes sind mehr oder weniger umfangreich. Etwa: »Einfügung S. 464 (DER HÄUPTLING), nach "Zähren": [///] Auch mein Vater konnte nicht aufhören, von seiner leider nur kurzen Besatzerzeit hier zu erzählen, vor allem von den Frauen hier, an denen er sich nicht nie sattliebte, auch nicht mit Gewalt und. iInsbesondere von jener einen, die er eines Nachts, Riese gegen Riesin, über die Knie brach, stöhnte er dann noch auf dem Totenbett, war überzeugt, ihr ein Kind gemacht zu haben, wenn nur je eins, mir Blindgänger, wie er mich nannte, einen königlichen Bruder, den zu suchen meine Lebensaufgabe sein sollte. - Umso ungeheuerlicher dann...« (Angabe zur Zwischenfassung: S. 44; Textfassung 3: Bl. 44 u. 45; Textfassung 4: Bl. 45, Textfassung 5: Bl. 44) Die lange, eine ganze von Handke eigens getippte Typoskriptseite umfassende Einfügung auf S. 91 der Zwischenfassung im Dialog des HÄUPTLING nach »"So ist es gedacht"« beginnend mit: »Dabei hat es mit mir eigentlich grundanders angefangen.« [...] bis zu »Ein guter Dämon hätte ich werden können, und wurde ein böser, ein Antibruder, und das begeistert. Begeistert? Ja begeistert!«; danach folgt, wie Handke vermerkt »→"Wie schön ich bin..."« (Textfassung 3: Bl. 88; Textfassung 4: Bl. 89) (kp)
Typoskript, 26 Blatt, pag. 6, I (Einfügung S. 464), 91 (Einfügung S. 91), 96, II (Einfügung S. 95 u. 97), III (Einfügung S. 105), 106 (Leerseite), 1076, 1087, 1098, 1109, 11110, 11211, 11312, 11413, 11514, 11615, 11716, 11817, 11918, 12019, 12120, 12221, 12322, 12423, 12524; davon 4 Blatt Originaltyposkripte von Peter Handke mit Einfügungen und hs. Korrekturen (Bl. I, 91, II-III), 2 Blatt Kopien einer nicht mehr vorhandenen Textfassung (zwischen Textfassung 2 und 3) (Bl. 6, 96), beide mit hs. Einfügungen von Peter Handke; und 20 Blatt einer Fassung, mit einer vorm Verlag vorgenommenen Richtigstellung der Paginierung, da sich eine Leerseite ergeben hatte, ohne weitere Korrekturen
Signatur vor der Übergabe an das DLA (SV, PH, W3/13.1a) = Beilage