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NewsLetter 73: Kunst & Kultur

 
Connor, Rachel: H.D. and the image. - Manchester : Manchester University Press, 2004
Signatur: 1748562-B.Neu
Hilda Doolittle, amerikanische Avantgarde-Künstlerin des frühen 20. Jahrhunderts, ist hauptsächlich unter ihren Initialen bekannt. Rachel Connor befasst sich in ihrer Studie mit H.D.s Sinn für visuelle Ästhetik, und wie dieser Sinn durch eine lange Verbindung mit Filmkunst und Spiritualität wuchs und sich veränderte. Im ersten Teil des Buches geht es um H.D.s Arbeit im Film und um den Einfluss des Kinos auf ihre Art des Schreibens. Später beschäftigt sich die Autorin mit den spirituellen Erfahrungen H.D.s, und inwiefern diese Erlebnisse besonders ihre spätere Arbeit beeinflusst haben. "H.D. and the image" ist ein wunderbares Buch für Menschen, die mehr über H.D.s Schriften erfahren wollen, aber auch eine sehr gute Einführung in das Lebenswerk dieser Künstlerin.

Kindler, Simone: Ophelia : der Wandel von Frauenbild und Bildmotiv. - Berlin : Reimer, 2004.
Signatur: 1750695-C.Por
Ophelia, neben der Königin Gertrude wichtigste Frauengestalt in "Hamlet", ist nicht nur eine der faszinierendsten weiblichen Charaktere in der Literatur, sondern war im 19. Jahrhundert auch eine der beliebtesten Gestalten in Malerei und Posie; und im öffentlichen Leben war sie so bekannt, dass sogar Parfums nach ihr benannt wurden. Simone Kindler analysiert in ihrem Buch den Werdegang dieses Bildmotives, von Shakespeares Konzeption der Figur bis hin zu zeitgenössischen Adaptionen. Sie bespricht ausgewählte Bilder wie "La mort d'Ophélie" von Delacroix, rekonstruiert die kulturhistorische Rezeptionsgeschichte, und erklärt so den Wandel einer literarischen Nebenfigur zu einem vielgeliebten Frauencharakter.

Lenius, Rainer: Wiener Spuren berühmter Schauspielerinnen und Schauspieler / Hrsg.: Verband Wiener Volksbildung. - Wien : Verb. Wiener Volksbildung, 2004.
Signatur: 1748372-B.The
Dieser Almanach von Rainer Lenius befasst sich mit vielen der bedeutenden SchauspielerInnen, die in Wien tätig waren, und zählt dabei nicht nur einheimische Größen auf, sondern auch internationale Stars. Mit vielen Abbildungen nennt er ihre Ehrungen und Auszeichnungen, welche Plätze und Strassen nach ihnen benannt wurden, und wo Bilder, Büsten oder Denkmäler zu finden sind.

Margaret Camilla Leiteritz : Bauhauskünstlerin und Bibliothekarin ; [Ausstellung im Museum für Angewandte Kunst Frankfurt, 13. Mai bis 5. September 2004] / Museum für Angewandte Kunst Frankfurt. Claudia Hohmann. [Hrsg. im Auftr. des Dezernats für Kultur und Freizeit]. - Frankfurt am Main : Museum für Angewandte Kunst, 2004.
Signatur: 1749392-B.Neu
Dieser Ausstellungskatalog gehört zu einer besonderen Ausstellung des Museums für Angewandte Kunst in Frankfurt. Die Ausstellung fand erstens nicht in der Kunsthalle selbst, sondern in der Bibliothek statt, und außerdem hatte die Künstlerin nicht nur am Dessauer Bauhaus unter Größen wie Kandinsky und Klee studiert, sondern war selbst Bibliothekarin gewesen. Margaret Camilla Leiteritz verfasste aus Infrarotspektren und Schmelzgradvariationen Farbzeichen, die sie zu strengen Bildschemen verwandelte. In diesem Katalog werden ihre bekanntesten Werke abgebildet und erläutert.

Menefee, David W.: The first female stars : women of the silent era. - Westport, Conn. : Praeger, 2004
Signatur: 1753493-B.Neu
Eine Abhandlung über die faszinierenden Leben und Pionierleistungen von 15 Frauen, die in eine von Männern dominierte Welt einbrachen - die frühe Filmbranche. Diese bemerkenswerten Frauen (u.a. Sarah Bernhardt, Pearl White und Hope Brown) waren nicht nur erfolgreich, sondern wurden ein professioneller Fixpunkt in der Industrie; und auch wenn viele von ihnen heute vergessen sind, so hat jede Einzelne einen großen Beitrag zu den Anfängen des Kinos geleistet.

Die Porträtmalerin Josefine Swoboda 1861-1924 : Leben und Werk / hrsg. von Herbert Zemen. - Wien : Privatdruck, 2004.
Signatur: 1750216-C.Neu
Josefine Swoboda entstammte einer interessanten Wiener KünstlerInnen-Familie. Sie war einst vielbeschäftigte Porträtistin an europäischen Fürstenhöfen und während sieben Jahren Hofmalerin der englischen Königin Victoria. Heute ist sie leider völlig in Vergessenheit geraten. Da keine persönlichen Lebenserinnerungen und Briefe vorhanden sind, musste ihr Leben aus Wiener Archiven rekonstruiert werden. Ausstellungen hatte sie sowohl im Wiener Künstlerhaus, wie auch der Secession. Dokumentiert werden auch die Beiträge zu den Frauenvereinen: Gruppe der 8 Künstlerinnen, (gegr. 1906) und der Vereinigung bildender Künstlerinnen Österreichs (gegr.1910).

Screenwise : Film, Fernsehen, Feminismus / Monika Bernold ... (Hrsg.). - Marburg : Schüren, 2004.
Signatur: 1752661-B.Neu       Inhalt
"Das Buch ist eine Bestandsaufnahme feministischer Film- und TV-Wissenschaften, die gegen den derzeit wahrnehmbaren Stillstand in der theoretischen Produktion anschreibt. Dabei zeigt sich, daß der Hype der 90er Jahre unterschiedlich gewichtige Ansätze entwickelte, die es heute erlauben, innezuhalten und zu reflektieren: wie wandelt sich das Interface von Gender, Film und TV in Zeiten des verdächtigen Gender-Mainstreamings und was hatte feministische Film- und TV-Forschung der Medienwissenschaft immer schon voraus, ohne von dieser bis heute wahrgenommen worden zu sein?" (Marie-Luise Angerer)

Vasil'ev, Aleksandr A.: Russkaja moda : 150 let v fotografijach (Russische Mode : 150 Jahre in Fotografien) . - Moskva : Slovo , 2004.
Signatur: 1752759-C.Neu
Die Zeit von der Mitte des 19. bis zum Ende des 20. Jahrhunderts ist in Russlands langer Geschichte eine ihrer wichtigsten Perioden. In kaum einem anderen Land kam es zu solch dramatischen Umwälzungen sowohl im sozialen als auch im politischen Bereich. Die Leibeigenschaft wurde aufgehoben, und mit dem Untergang des Zarenreiches 1917 verschwanden ganze soziale Gruppen von der Bildfläche, die früher das soziale Leben geprägt hatten: Adel, Bürgertum, Kaufmannschaft, Geistlichkeit, Offiziere, Gutsbesitzer. Und nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion präsentiert sich Russland nun von seiner neuen, westorientierten, Seite. All dies musste sich natürlich auch im Alltagsleben, also zum Beispiel in der Mode der jeweiligen Zeit - widerspiegeln. Der höchst repräsentative Band des Modehistorikers Aleksandr Vasil'ev mit seinen etwa 2000 Fotografien ist damit die erste grundlegende Publikation zur Geschichte der Mode in Russland. (Karmen Petra Moissi)

© Nationalbibliothek, 2001
last update: 26.04.2005


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