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ARIADNE-Newsletter 42

Frauenforschung & Frauengeschichte

Benninghaus, Christina: Die anderen Jugendlichen : Arbeitermädchen in der Weimarer Republik. - Frankfurt/Main [u.a.] : Campus, 1999. - (Reihe Geschichte und Geschlechter ; 16)
Signatur: 1392373-B.Neu-Per.16
Wie sah das Leben der Mädchen aus der Arbeiterschicht in der Weimarer Republik aus, welche Chancen hatten sie auf dem Arbeitsmarkt und wie erlebten sie ihre Arbeit, wehrten sie sich gegen Diskriminierungen, wie stellten sie sich die Zukunft vor? An der Schnittstelle von Jugend- und Geschlechtergeschichte untersucht die Autorin, gestützt auf zeitgenössische Erhebungen und Selbstzeugnisse, die Lebensbedingungen, Chancen und Erfahrungen von weiblichen Jugendlichen aus unteren Bevölkerungsschichten zur Zeit der Weimarer Republik.

Borgeaud, Philippe: La mythologie du matriarcat : l'atelier de Johann Jakob Bachofen. - Genève : Droz, 1999. - (Recherches et Rencontres ; 13)
Signatur: 1574024-B.Neu
Das erste Buch in französischer Sprache, das sich den Theorien von Johann Jakob Bachofen in seinem 1861 erschienen Werk "Das Mutterrecht" widmet. In einer Gemeinschaftsarbeit sind mehrere AutorInnen in den Basler Archiven den teilweise umfangreichen Aufzeichnungen des Matriarchats-Theoretikers nachgegangen und präsentieren in diesem Buch u.a. den bisher unveröffentlichten Inhalt eines anderen Werkes von Bachofen über das Italien der Antike, in dem sich sein theoretisches System bereits herauskristallisiert.

Elfriede Scholz, geb. Remark : im Namen des deutschen Volkes ; Dokumente einer justitiellen Ermordung / hrsg. von Claudia Glunz und Thomas F. Schnieder. - Osnabrück : Rasch, 1997. - (Schriften des Erich-Maria-Remarque-Archivs ; 11)
Signatur: 1376795-C.Neu-Per.11
Erich Maria Remarques jüngste Schwester Elfriede Scholz wurde am 29. Oktober 1943 vom Volksgerichtshof wegen "Wehrkraftzersetzung", aufgrund einer Denunziation, zum Tode verurteilt und am 16. Dezember 1943 in der Hinrichtungsstätte Berlin-Plötzensee enthauptet. Alle Bemühungen von Verwandten, FreundInnen aus dem In-und Ausland sie zu retten, waren vergeblich. Dieser tragische Fall verdeutlicht, wie eine "normale Bürgerin" in die Mühlen des nationalsozialistischen Apparates hineinkommen konnte - ohne die geringste Chance des Entkommens. So wie viele tausende andere auch starb Elfriede Scholz nicht wegen ihrer Verwandtschaft zu Erich Maria Remarque, sondern wegen der beteiligten Personen, wegen der Gier, der Dummheit und der Angst, wegen des Fanatismus, der Diensteifrigkeit, Gleichgültigkeit und des fehlenden Bewußtseins der Mehrzahl der Beteiligten etwas Unrechtes zu tun.

Frauen in der patriarchalischen Kultur : Psychographien über Rahel Varnhagen, Madame de Stael, Karen Horney und Simone de Beauvoir / hrsg. von Gerhard Danzer. - Würzburg : Königshausen und Neumann, 1997.
Signatur: 1568560-B.Neu
"Das Leitmotiv des vorliegenden Buches ist die Frage nach der weiblichen Emanzipation in den letzten zweihundert Jahren patriarchalischer Kultur. Es soll gezeigt werden, wie unterschiedliche Frauencharaktere sich mit ziemlich verschiedenen kulturellen Bedingungen und mit den jeweiligen Voraussetzungen der Epoche auseinandersetzten. Der Schwerpunkt unserer Darstellung wird auf den Psychographien liegen, aber auch das Werk der Autorinnen wird angemessen berücksichtigt." (G. Danzer und J. Rattner im "Geleit")

Grössing, Helmuth: Hexenwesen und Hexenverfolgung in wissenschaftshistorischer Sicht. - Wien : Erasmus, 1998.
Signatur: 1543174-C.Neu-Per.1
"Das vorliegende Buch ist als Einführung über Hexenwesen und Hexenverfolgung in der frühen Neuzeit gedacht. Es will Grundzüge und Tendenzen aufzeigen, wie man sich dem Problem annähern kann bzw. beabsichtigt die Beschäftigung mit diesem abwegigen und nur schwer zu verstehenden Phänomen der neueren europäischen, im speziellen deutschen Geschichte anzuregen. Wissenschaftsgeschichte soll hier ein Instrumentarium sein, um politische Vorgänge in die richtige Relation zum Wissenschaftsverständnis der Zeit des 16. und 17. Jahrhunderts zu setzen." (aus dem Vorwort)

Smith, Joan: Femmes totales : wie Bilder von Frauen entstehen. - Berlin : Rütten & Loening, 1998.
Signatur: 1569893-B.Neu
Joan Smith widmet sich in diesem Buch den großen weiblichen Ikonen unseres Jahrhunderts (Jackie O., Marilyn Monroe, Lady Diana, den Supermodels) mit demselben gnadenlosen Blick fürs Detail wie den Mediendauerbrennern: freiwillige Kinderlosigkeit, weibliche Unfruchtbarkeit, Mehrlingsgeburten, Femmes fatales, Serienmörderinnen. Sehr schnell wird dabei klar, daß wir keineswegs frei darin sind, wie wir die Formen weiblicher Existenz wahrnehmen. Ein unbewußtes Frauenbild ist tief in unserer Kultur verankert, das stets auf neue bestätigt und selten hinterfragt wird. Wie bei einem Puzzle setzt Joan Smith aus den alltäglichen Beobachtungen, die sie in den einzelnen Kapiteln ihres Buches zusammenträgt, ein Bild zusammen: es ist die schonungslose Analyse der Rolle und Stellung der Frau in der heutigen Gesellschaft.

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