Die Bilderschrift Christine Lavants : Studien zur Lyrik, Prosa, Rezeption und Übersetzung ; 1. Internationales Christine-Lavant-Symposion, Wolfsberg, 11. - 13. Mai 1995 / hrsg. von Arno Rußegger .... - Salzburg ; Wien : Müller, 1995.
Darnhofer-Demar, Edith: First Land : Hommage an Kärnten, weiblich. - Klagenfurt : Drava-Verl., 1995.
Signatur: 1453076-B.Neu
Eine Kurzfassung dieses Textes ist in: “Schriftstellerinnen sehen ihr Land - Österreich aus dem Blick seiner Autorinnen” - angeregt vom Wiener Frauenverlag, erschienen. Die frühere Kultur- und Wissenschaftsjournalistin, jetzt freie Schriftstellerin und Lyrikerin, setzt sich literarisch mit ihrem Heimatland Kärnten auseinander. Was bedeutet es, eine Autorin in Kärnten zu sein?
Dippel, Almut: “Österreich - das ist etwas, das immer weitergeht für mich” : zur Fortschreibung der “Trotta”-Romane Joseph Roths in Ingeborg Bachmanns “Simultan”. - St. Ingbert : Röhrig, 1995. - (Mannheimer Studien zur Literatur- und Kulturwissenschaft ; 5)
Signatur: 1446201-B.Lit.5
In der vorliegenden Arbeit wird erstmals die These aufgestellt, daß nicht nur “Drei Wege zum See”, sondern der gesamte “Simultan”-Zyklus als Fortsetzung der “Trotta”-Romane “Radetzkymarsch” und “Die Kapuzinergruft” gelesen werden kann. Darüber hinaus wird versucht, Antworten auf die folgenden Fragen zu finden: Warum bezieht sich Ingeborg Bachmann 1972 auf Joseph Roth? Welche Funktionen erfüllt das literarische Anknüpfen? Wie könnte das Verhältnis von Ingeborg Bachmann und Joseph Roth im Hinblick auf den “Habsburgermythos” beschrieben werden?
Gegenbilder und Vorurteil : Aspekte des Judentums im Werk deutschsprachiger Schriftstellerinnen / Renate Heurer ; Ralph-Rainer Wuthenow (Hg.). - Frankfurt, Main [u.a.] : Campus-Verl., 1995. - (Campus Judaica ; 4)
Signatur: 1443482-B.Neu-Per.4
Der Band enthält ausgewählte Vorträge, die im Archiv Bibliographia Judaica gehalten worden sind. Vorgestellt wurden nicht nur berühmte Schriftstellerinnen wie z.B. Else Lasker-Schüler, Else Ury und Marie von Ebner-Eschenbach, sondern auch unbekanntere wie etwa Gertrud Kolmar und Henriette Arendt. Durch die Analyse ihrer Werke entstehen Momentaufnahmen aus der Zeit von 1850 bis 1945, in der die unkritische Übernahme antisemitischer Vorurteile erfolgte, aber erste emanzipatorische Ansätze und Auseinandersetzungen mit dem geschlechtsspezifischen Rollenverständnis auch Gegenbilder entstehen ließ.
Kafka, Franz: Drei Briefe an Milena Jesenská vom Sommer 1920. - Faks.-Ed. / hrsg. von KD Wolff und Peter Staengle unter Mitarb. von Roland Reuss. - Frankfurt am Main [u.a.] : Stroemfeld, 1995. - (Roter Stern)
Signatur: 1456014-C.Neu
Dokumente einer ungewöhnlichen Liebesbeziehung - bisher unveröffentlicht. Sie stammen aus den Tagen unmittelbar vor dem Wochenende 14./15. August 1920, das die beiden gemeinsam in dem Grenzort Gmünd an der Bahnlinie Wien - Prag verbrachten. Aus “paßtechnischen” Gründen - Milena, seit 1918 Österreicherin erhielt in der Kürze der Zeit kein Visum für Prag, Kafka keinen Urlaub von der “Arbeiter-Unfall-Versicherungs-Anstalt” - wählten sie Gmünd: “der Gmündner Bahnhof war tschechisch, die Stadt österreichisch”. Die Begegnung stand unter einem ungünstigen Stern, die Wochen danach wurden für beide zu einem Abschied voneinander.
Klages, Norgard: Look back in anger : mother-daughter and father-daughter relationships in women’s autobiographical writings of the 1970s and 1980s. - New York, NY ; Wien [u.a.] Lang, 1995. - (Studies in modern German literature ; 71)
Signatur: 1292313-B.Neu-Per.71
Unter dem psychoanalytisch-feministischen Ansatz einer Nancy Chodorow and Jessica Benjamin werden Mutter-Kind, Vater-Kind Beziehungen in autobiographischen Schriften der letzten zwei Dekaden untersucht. Im Kapitel “Schuld der Mutter - sadomasochistische Töchter” (?) wird die Kindheit von Brigitte Schweiger und Elfriede Jelinek in Beziehung zum Werk betrachtet; in “Eine Welt ohne Vater”: Angelika Mechtel und Elisabeth Plessen; in : “Das Dritte Reich und seine literarische Bewältigung”: Karin Reschke, Ruth Rehmann, Eva Zeller und Cordelia Edvardson.
Kronauer, Brigitte: Die Lerche in der Luft und im Nest : zu Literatur und Kunst / Fototeil: Renate von Mangoldt. - Berlin : Aufbau-Verl., 1995. (Text und Porträt ; 19)
Signatur: 1384116-B.Neu-Per.19
“Literatur steht, meine ich, da, wo sie wirklich zur Sache geht, nie auf der Seite von Eliten, weder was ihre Hersteller, noch ihre Gegenstände, noch ihre Adressaten betrifft” (Zitat Kronauer). Die mehrfache Literaturpreisträgerin stellt hier Texte über Adalbert Stifter, James Ensor, Jean Paul, Helmut Heißenbüttel und andere vor. In einem Fototeil wird sie visuell präsentiert.
Matt, Peter von: Verkommene Söhne, mißratene Töchter : Familiendesaster in der Literatur. - München [u.a.] : Hanser, 1995.
Signatur: 1456617-B.Neu
Der Autor hat die Geschichten und Tragödien um mißratene Kinder von der Antike über das Mittelalter bis in unsere Zeit neu gelesen und interpretiert. Die Literatur erzählt seit ihrer Entstehung dramatische Familiengeschichten. Sie kennt das Urteil, den Fluch, die Ausweisung des verkommenen Sohnes ebenso wie die Tränen über die mißratene Tochter. Sie kennt aber auch das Gericht der Kinder über die mißratenen Eltern. Verkommen und Mißraten sind Ereignisse und Kategorien der Moral. Es gibt sie nur in Hinsicht auf ein sittliches Maß, eine gesetzte und gesellschaftlich akzeptierte Norm. Diese aber wandelt sich in der Geschichte, und so können die Mißratenen von heute auch die Vorbilder von morgen sein ...
Mauelshagen, Claudia: Der Schatten des Vaters : deutschsprachige Väterliteratur der siebziger und achtziger Jahre. - Frankfurt a. M. [u.a.] : Lang, 1995. - (Marburger germanistische Studien ; 16)
Signatur: 1222338-B.Neu-Per.16
Die Väterliteratur ist ein charakteristisches Genre der siebziger und achtziger Jahre. Töchter (unter ihnen: Barbara Bronnen, Elisabeth Plessen, Ruth Rehmann, Jutta Schutting, Brigitte Schwaiger) und Söhne begeben sich auf die Suche nach ihren Vätern und reflektieren eigene Identität; ihr Blick trifft dabei häufig auf die nationalsozialistische Vergangenheit. Kritisch werden Lebenslinien der Väter nachgezogen, psychographische Muster der sogenannten zweiten Generation zeichnen sich ab. Dieser Band behandelt die Vatertexte in allen wichtigen Aspekten und Zusammenhängen; er diskutiert an typischen Beispielen ihre Probleme und ergänzt die literaturwissenschaftliche Analyse durch sozialhistorische und sozialpsychologische Reflexion.
Osten, Manfred: Die Erotik des Pfirsichs : 12 Porträts japanischer Schriftsteller. - Frankfurt am Main : Suhrkamp, 1996. - (Surhkamp-Taschenbuch ; 2515)
Signatur: 1086537-A.Neu-Per.2515
Nicht nur ein kleines who’s who japanischer GegenwartsautorInnen, sondern auch eine auf dem deutschen Markt einzigartige Sammlung literarischer Porträts - aus privaten Begegnungen und Gesprächen entstanden. Vorgestellt (jeweils auch mit Foto folgender Autorinnen: Kono Taeko, Oba Minako, Saegusa Kazuko). Der Autor versucht in diesen Porträts auch, die Dankesschuld abzutragen gegenüber einer Nation, die sich wie kaum eine andere der deutschen Literatur (unzählige Übersetzungen dokumentieren dies) angenommen hat. Die LeserInnen des deutschsprachigen Raums sollten sich vermehrt auf dieses Erzählen der japanischen Moderne, das uns befremdende Fremde einlassen.
Reimann, Brigitte: Aber wir schaffen es, verlaß dich drauf! : Briefe an eine Freundin im Westen / Hrsg. von Ingrid Krüger. - Berlin : Elefanten-Press, 1995.
Signatur: 1451682-B.Neu
Die DDR-Autorin (1933-1973), nach der eine ganze Literaturepoche (“Ankunft im Alltag”) benannt ist und vor allem mit dem posthum erschienen großen Emanzipationsroman “Franziska Linkerhand” berühmt wurde, wird mit diesen bislang unbekannten Briefen wieder ins Gedächtnis der Literaturwissenschaft gerückt. Nicht nur biographisch sind diese Briefe von Bedeutung, da Brigitte Reimann ihre frühen Tagebücher in einem Anfall von Depression vernichtet hat. Die sehr lebendigen Mitteilungen an ihre Jugendfreundin (Veralore Schwirtz) im Westen lassen sich vielmehr auch als autobiografischer Nachtrag zur Kollektivgeschichte in der Frühzeit der DDR lesen und spiegeln in authentischer Weise den Prozeß des Auseinanderlebens von Ost und West wider. Besonders erschütternd der letzte große Brief, in dem Brigitte Reimann, todkrank, eine Bilanz ihres Lebens zieht.
Sackville-West, Vita: “Geliebtes Wesen ...” : Briefe von Vita Sackville-West an Virginia Woolf / hrsg. von Louise DeSalvo. - Frankfurt am Main : S. Fischer, 1995.
Signatur: 1447798-B.Neu
Briefe einer Frauenfreundschaft, die fast 20 Jahre lang ausgetauscht wurden und eine ungewöhnliche und spannungsreiche, prägende Beziehung widerspiegelten. Zwei Pole trafen sich: Virginia Woolf, das literarische Genie, Vita (eigentlich Victoria) Sackville-West, die lebenslustige Aristokratin. Die Briefe beflügeln ihre künstlerischen Produktionen durch kritische und lobende Kommentare, handfeste Beleidigungen und glühende Liebesbeteuerungen wechseln sich ab. Doch ebenso amüsant und aufschlußreich sind die Äußerungen Vitas in ihren plastisch geschilderten Reiseeindrücken oder ihre humorvollen, scharfsinnig-bissigen Anmerkungen zu gesellschaftlichen Ereignissen und Begegnungen mit ZeitgenossInnen.
Schneider, Ronald: Annette von Droste-Hülshoff. - 2., vollst. neu bearb. Aufl. - Stuttgart [u.a.] : Metzler, 1995. - (Sammlung Metzler ; 153 : Realien zur Literatur)
Signatur: 960786-B.Neu-Per.153
Nach Meinung des Autors besteht der literaturwissenschaftliche Droste-Diskurs aus zu vielen Monologen, mit der zwangsläufigen Konsequenz einer im ganzen sehr heterogenen Forschungssituation. Und noch immer fehlen - als gravierendste Desiderate - eine gültige Biographie und eine den Forschungsstand aktuell und souverän zusammenfassende Werk-Monographie. Auch dieser Band liefert dazu nur einen Baustein und sollte den Diskurs ankurbeln. Eine Zeittafel und ein strukturiertes Literaturverzeichnis ergänzen diese Untersuchung.
Schriftstellerinnen sehen ihr Land : Österreich aus dem Blick seiner Autorinnen / Barbara Neuwirth (Hrsg.). - Wien : Wiener Frauenverlag, 1995. - (Allgemeine literarische Reihe)
Signatur: 1456903-B.Lit
“Österreichische Schriftstellerinnen schreiben über ihre Gefühle zu Österreich. Sie äußern sich politisch und betroffen, oder verhalten und mit einem nach innen gekehrten Blick, ganz wie die unterschiedlichen Temperamente es nahelegen. Manche haben in der Auseinandersetzung mit der Vorstellung von Heimat in die Kindheit zurückgefunden, weil Kindheit der Ort der Heimat ist, vielleicht auch die Zeit, wo Heimat auf eine sanfte Weise in einer wachsen kann.” (aus der Einleitung von Barbara Neuwirth)
Und schrieb und schrieb wie ein Tiger aus dem Busch : über Schriftstellerinnen in der deutschsprachigen Schweiz / hrsg. von Elisabeth Ryter ... - Zürich : Limmat-Verlag, 1994.
Signatur: 1457653-B.Neu
Die Beiträge in diesem Band bieten einen Einstieg in die noch wenig erforschte Literatur von Frauen in der deutschsprachigen Schweiz. Neben Porträts schreibender Frauen aus verschiedenen Jahrhunderten, z.B. Hortensia Gugelberg von Moos (1659-1715), Heilkundige und Gelehrte, und Charlotte Birch-Pfeiffer (1800-1868), erste Direktorin des Zürcher Theaters, werden verschiedenste Aspekte der Literatur von Frauen untersucht. Das Spektrum reicht vom Motiv der Kindsmörderin und der Hexe über Literatur mit lesbischer Thematik in den dreißiger Jahren bis zur Lyrik der Gegenwart.
Wozonig, Karin: Betty Paoli : Fallstudie zur weiblichen Mobilität im neunzehnten Jahrhundert. - Wien 1995. - Dipl.-Arb.
Signatur: 1454341-C.Neu
Betty Paoli (1914-1894) wurde als Verfasserin spätromantischer Lyrik in der Nachfolge Lenaus bekannt. Darüberhinaus war sie auch einer der ersten Journalistinnen Österreichs. Die vorliegende Arbeit untersucht besonders Paolis Stellungnahmen zu Politik, Frauenemanzipation, Literatur und Kunst. Neben Feuilletons und literarischen Texten wurden dazu unveröffentlichte Briefe herangezogen. Es werden Paolis soziale und intellektuelle Bewegungsräume dargestellt und mit dem normierten “weiblichen” Verhalten in Beziehung gesetzt. (Zusammenfassung der Autorin)