ARIADNE-Newsletter 20

Recht

Berneike, Christiane: Die Frauenfrage ist Rechtsfrage : die Juristinnen der deutschen Frauenbewegung und das Bürgerliche Gesetzbuch. - Baden-Baden : Nomos-Verl.-Ges., 1995. - (Schriften zur Gleichstellung der Frau ; 11).
Signatur: 1456188-B.Neu-Per.11
Gegenstand dieser Arbeit ist die Rechtskritik der Juristinnen Anita Augspurg, Marie Raschke und Emilie Kempin am Familienrecht des Bürgerlichen Gesetzbuches von 1896. Ziel der Autorin ist die Rekonstruktion historischer Rechtspositionen von Frauen und ihre Konfrontation mit der patriarchalischen Rechtsdogmatik. Die beiden Initiatorinnen für Frauenrechte (Augspurg und Raschke - beide “radikale” Gründerinnen des Vereins Frauenwohl in Berlin) konnten damals nur im Ausland studieren. Die Schweizerin Emilie Kempin - sie mußte schon früh mit ihrem juristischen Wissen ihre Familie ernähern - kam 1895 nach Berlin. Sie kämpften für eine frauengerechte Ehegesetzgebung, das Stimmrecht, gegen diskriminierende Bestimmungen des Strafrechts und gegen den Ausschluß aus dem Vereinsrecht - das ihnen keinerlei politische Betätigung erlaubte.

Deixler-Hübner, Astrid: Scheidung, Ehe und Lebensgemeinschaft : rechtliche Folgen der Ehescheidung und Auflösung einer Lebensgemeinschaft. - 3., überarb., Aufl. - Wien : Orac, 1996. (Rechtspraxis aktuell)
Signatur: 1454601-C.Neu
Die Autorin ist bemüht auch NichtjuristInnen, die sich über ihre Rechte und Pflichten in Ehe- und Lebensgemeinschaft - und insbesondere aber über die Rechtsfolgen bei deren Auflösung informieren möchten, die aktuelle Gesetzeslage in klarer verständlicher Darstellung nahezubringen. Besondere Beachtung finden praxisrelevante Fragen, wie z.B. Unterhaltshöhe, Kosten von Scheidungsverfahren oder das Ausmaß von Besuchsrechten. Neue Gesetzesvorhaben, die noch in Begutachtung sind, wie z.B.: “Schutz vor Gewalt in der Familie”; “Verpflichtung zur Haushaltsmithilfe” werden von der Autorin im Vorwort ebenfalls angesprochen.

Das Hebammenrecht : Gesetzestext, Verordnungen, Kommentar, Leitfaden / Alfred Haslinger, Thomas Radner, Alfred Radner (Hg.). - Linz : Trauner, 1995.
Signatur: 1453325-B.Neu
Hebammengesetz : HebG / von Helmut Schwamberger. - Wien : Linde, 1995. - (SWK-Gesetzestexte)
Signatur: 1420692-B.Neu-Per.16
Hebammenrecht : mit Kommentar / hrsg. und mit Anmerkungen versehen von Ludmilla Gasser und Meinhild Hausreither. - Stand: 1. Jänner 1996. - Wien : Verl. Österreich, Österr. Staatsdruckerei, 1996. - (Edition Juristische Literatur)
Signatur: 1457971-A.Neu
Alle drei Ausgaben befassen sich mit der Neuregelung des Hebammenwesens, das 1994 novelliert wurde und mit Fug und Recht als “neues” Hebammengesetz bezeichnet werden kann. Vor allem wird damit dem allgemeinen Wunsch der Hebammen nach einer flexibleren und an den speziellen Bedürfnissen und Anliegen der Schwangeren, Gebärenden und Wöchnerinnen orientierten Berufsgestaltung Rechnung getragen. Es soll damit auch ein Beitrag zur Qualitätssicherung in der Schwangerenbetreuung und Geburtshilfe insofern geleistet werden, als damit eine die psychosozialen Aspekte berücksichtigende Betreuungskontinuität gewährleistet wird (aus der Einleitung von Alfred Haslinger).

Von Huren und Rabenmüttern : weibliche Kriminalität in der Frühen Neuzeit / Otto Ulbricht (Hg.). - Köln ; Wien [u.a.] : Böhlau, 1995.
Signatur: 1453264-B.Neu
Ein Gebiet auf dem Geschlechtergeschichte und Sozialgeschichte - bisher unerforscht - ideal zusammenarbeiten können: die weibliche Kriminalität. Damit können auch gesamtgesellschaftliche Verhältnisse, hier in der Verabschiedung vom Mittelalter zur Neuzeit, transparent gemacht werden. Die Beiträge handeln von Inzest und Hurerei, von Gattenmord und Hausdiebstählen, von kriminellen Bettelpraktiken, Gewalttätigkeiten und Beleidigungen. Der sensationelle Einzelfall fehlt ebensowenig wie die Darstellung von Verbrechen in den Flugschriften der Zeit. Beiträge u.a. von Heide Wunder (Kassel), Mary Lindemann (Pittsburgh), Claudia Ulbrich (Berlin).

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