ARIADNE-Newsletter 20

Psychologie & Psychoanalyse

Elektra und Ödipus : zwischen Penisneid und Kastrationsangst / Anton Szanya (Hg.). - Wien : Picus-Verl., 1995.
Signatur: 1452564-B.Neu
Wie aus der unübersehbaren Fülle philosophischer Traktate, theologischer Spekulationen, mehr oder weniger wissenschaftlicher Untersuchungen und tragischer, komischer oder pornographischer Literatur hervorgeht, sind sich die beiden Geschlechter selbst und wechselseitig noch immer ein Rätsel, das eine Unzahl verschiedenartiger Phantasien hervorruft. Diesen Phantasien spüren die Beiträge (von u.a. Angela Aliti, Daniela Castner, Uta Ranke-Heinemann, Mechthild Zeul) des vorliegenden Bandes nach.

Frauen als Täterinnen : sexueller Mißbrauch an Mädchen und Jungen / Michelle Elliott (Hrsg.). - Berlin : Donna-Vita-Verl., 1995.
Signatur: 1455466-B.Neu
"Das bringt mein Weltbild durcheinander - Frauen als Täterinnen in der feministischen Diskussion sexueller Gewalt" so der Titel des ersten Aufsatzes von Barbara Kavemann. Ohne Zweifel wird sexueller Mißbrauch überwiegend von Männern begangen. Dennoch sind auch Frauen als Täterinnen existent. Sich dem zu stellen, fällt schwer. Schon der Begriff "Sexualstraftäterin" wirkt ungewohnt. Die Diskussion um diese Problematik ist mehr von Halbwissen und Mythen geleitet als von Fakten und realen Erfahrungen. Michelle Elliott griff dieses umstrittene Thema auf - zusammen mit einer Gruppe von Autorinnen (u.a. Norah M. Sargent, Kathryn Jennings), die für ihre engagierte, innovative Arbeit auf diesem Gebiet bekannt sind.

Jackson, Rosie: Mütter, die ihre Kinder verlassen - alles Rabenmütter? - Wien [u.a.] : Europaverl., 1995.
Signatur: 1456990-B.Neu
Mit außergewöhnlicher Differenziertheit und Sensibilität versucht die Autorin, das gesellschaftsübliche Klischee und Vorurteil - Mütter, die freiwillig ihre minderjährigen Kinder verlassen, sind unmenschlich oder radikal feministisch - zu widerlegen. Dabei werden berühmte Beispiele aus Literatur und Film ebenso behandelt wie unbekannte, bewegende und faszinierende Lebensschicksale. "Für mich ist es ein Wunder, daß Frauen überhaupt noch Kinder bekommen - es ist ein Wunder, daß Frauen so oft bleiben und nicht gehen. Wir müssen es ihnen hoch anrechnen, daß sie dies tun, und dürfen es ihnen nicht vorwerfen, wenn sie sich anders entscheiden". (Fay Weldon aus dem Vorwort).

Klein, Melanie: Gesammelte Schriften / Hrsg. von Ruth Cycon unter Mitarb. von Hermann Erb. - Stuttgart : Frommann-Holzboog
1. Schriften 1920 - 1945. - Teil 1 / mit übers. aus dem Engl. von Elisabeth Vorspohl. - 1995.
Signatur: 1447066-B.Neu.1,1
Diese erste deutsche Ausgabe (vier Bände mit mehreren Teilbänden geplant) der "Gesammelten Schriften" der berühmten Psychoanalytikerin bietet alle von ihr zu Lebzeiten publizierten Texte, sowie eine Reihe wichtiger, posthum erschienener Arbeiten. Außerdem enthalten: Erläuterungen zu jedem Text, ein Verzeichnis der Werke Melanie Kleins sowie ausführliche Register.

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