Aus diesem Notizbuch stammen Texte, die Handkes für sein ursprünglich geplantes Journalprojekt Die Geschichte des Bleistifts verwendete, worauf er am Vorsatz mit »und immer noch: "Die Geschichte des Bleistifts"« hinwies. Im Laufe des folgenden Jahres 1982 entwickelte er daraus das Journal Phantasien der Wiederholung, in dem die aus diesem Notizbuch entnommenen Texte etwa der zweiten Hälfte des Gesamttexts der Druckfassung entsprechen (vgl. PW 65f.). Handke beließ die Einträge weitgehend in ihrer ursprünglichen Chronologie. Mit wenigen Ausnahmen wählte er aus jedem der täglichen Notizbucheinträge vom 16. September bis 31. Dezember eine Textstelle aus. Die Exzerpte übertrug er in das 198 Blatt umfassende Manuskript (ÖNB ÖLA SPH/LW/W62/2, fol. 180-198), auf dessen Grundlage er weiterarbeitete. Die verwendeten Textstellen aus diesem Notizbuch machen in Phantasien der Wiederholung ungefähr die zweite Hälfte des Gesamttextes aus. (ck)
Die Wiederholung; und immer noch "Die Geschichte des Bleistifts"
Salzburg; St. Griffen → Rosenbach → Jesenice → Ljubljana → Piran → Koper → Hrastovlje → Kozina → Ajdovščina → N. Gorica → Hruševica → Kobieglava → Gabrovica → Dutovlje → Kobarid → Škofja Loka → Kranj→ Radovljica → Jesenice → Villach → Salzburg
Salzburg (ab 16.9., dort in weitere Folge u.a.: »Mbg.«, »Anif«, »a.d. Salzach«, »Mbg./Mülln«); Griffen (15.10.), Klagenfurt, Rosenbach, Rosental, Jesenice (16.10.), Ljubljana, Senožeče, Divača, Koper, Piran (17.10.), Piran, nach Kožina, Koper (18.10.), Koper → Ljubljana, Hrastlovlje, Kožina, Divača, Ajdovščina, → Nova Gorica (19.10.), → Hruševica, Tupelče, Kobjeglava, → Gabrovica, → Krajna Vas → Dutovlje (20.10.), → Kobarid, Tolmin, Podbrdo, Skofja Loka (21.10.), → Kranj (22.10.), Obervellach, n. Bischofshofen, Paß Lueg (23.10.), Kleßheim (25.10.); Salzburg (Anif, Mgb.) (26.10.), St. Andrä (5.11.), »Dunkles Salzburg« (15.11.), »Kloster Nonnberg« (18.11.)
1 blaugraues Notizbuch, 196 Seiten, I, pag. 1-196, I*; von Handke auf Buchrücken geklebter Papierstreifen mit hs. Datierung »Sept – Dez 81«; Datierungseintrag auf vorderem Buchdeckel »Sept – Dez 81«
Bei Besitz 1: eingelegt in hinterem Vorsatz 1 Postkarte gefaltet mit Notizen (Rembrandt van Rijn Hl. Familie, 31.12.1981); getrocknete Pflanzen (zwischen S. 96 und 97) und Rechnung (1 Blatt, zwischen S. 58 und 59)
Bei Besitz 2: kopierte Postkarte (31.12.1981) auf fol. 131
In Reihenfolge der ersten Erwähnung oder Zitierung sind anhand einer groben Auswertung folgende Lektürespuren festzustellen:
Zeichnung eines »Brotstempels« am 18.10.1981; glagolitische Schriftzeichen am 19.10.1981;