Beer, Janet: Kate Chopin, Edith Wharton and Charlotte Perkins Gilman : studies in short fiction. - Basingstoke [u.a.] : Macmillan Press [u.a.], 1997.
Signatur: 1510698-B.Neu
Die Kurzgeschichten von Chopin, Wharton und Gilman erlangen in der zeitgenössischen Literaturkritik immer höhere Wertschätzung. Janet Beer arbeitet die Zusammenhänge und Verschiedenheiten heraus und zeigt die innovativen Beiträge, die jede der drei Autorinnen zur Tradition der Kurzgeschichte gemacht hat. Genre und Themen werden beleuchtet, die von Chopins erotischer Schreibweise bis zu Gilmans Moralpredigten bezüglich der Gefahr der Geschlechtskrankheiten reichen.
Bochsler, Katharina: "Ich han da inne ungehoertu ding gesehen" : die Jenseitsvisionen Mechthilds von Magdeburg in der Tradition der mittelalterlichen Visionsliteratur. - Bern [u.a.] : Lang, 1997. - (Deutsche Literatur von den Anfängen bis 1700 ; 23)
Signatur: 1313048-B.Neu-Per
Kaum zwölf Jahre alt, empfängt Mechthild von Magdeburg ihre erste Vision. Von nun an erlebt sie fast täglich Gottesbegegnungen und besucht in ihren Jenseitsvisionen Himmel und Hölle, Paradies und Fegefeuer. Der Respekt, der den Jenseitsreisenden im Mittelalter entgegengebracht wird, wirkt sich im besonderen auf die visionär begabten Frauen aus. Sie, denen aufgrund ihres Geschlechts die Predigertätigkeit versagt ist, können sich nun als Medium Gottes in der Öffentlichkeit Gehör verschaffen.
The feminist reader : essays in gender and the politics of literary criticism / ed. by Catherine Belsey and Jane Moore. - 2. ed. - London [u.a.] : 1997.
Signatur: 1507542-C.Neu-
Prominente feministische Autorinnen (u.a. Dale Spender, Rosalind Coward, Mary Jacobus, Toril Moi, Julia Kristeva, Hélène Cixous, Gillian Beer und auch Toni Morrison !) repräsentieren hier den neuesten Stand in Theorie und Praxis der Literaturwissenschaften. Die Themen, die sie ansprechen sind: Ist Weibliches Schreiben grundsätzlich feministisch? Welche Art der Literaturgeschichte befriedigt die Ansprüche des Feminismus? Gibt es eine Frauensprache? Inwieweit ist weißer, westlicher, heterosexueller Feminismus nur eine andere Unterdrückungsform? Im Anhang Abstracts der Beiträge und ein nützliches feministisches Glossar.
Giese, Carmen: Das Ich im literarischen Werk von Grete Weil und Klaus Mann : zwei autobiographische Gesamtkonzepte. - Frankfurt am Main [u.a.] : Lang, 1997. - (Europäische Hochschulschriften : Reihe 1, Deutsche Sprache und Literatur ; Band 1640)
Signatur: 1033965-B.Neu-Per.1,1640
Das Phänomen der Verarbeitung eigener lebensweltlicher Erfahrungen in Form von Literatur tritt besonders lückenlos in den Werken Grete Weils und Klaus Manns zutage, so daß das Konzept beider Autoren bei der Herangehensweise und Produktion ihrer Texte als rein autobiographisch bezeichnet werden kann. Da das besagte "autobiographische Gesamtkonzept" sowohl den autobiographischen als auch den fiktionalen Schriften der Autoren zugrundeliegt, läßt sich am Beispiel der literarischen Werke Grete Weils und Klaus Manns gut demonstrieren, wie sehr die autobiographische Gattung im 20. Jahrhundert einer Ausdifferenzierung hin zu literarische rForm unterliegt.
Gregory, Eileen: H.D. and hellenism : classic lines. - Cambridge [u.a.] : Cambridge Univ. Press, 1997. - (Cambridge studies in American literature and culture ; 111)
Signatur: 1391759-B.Neu-Per
Ein wichtiger Aspekt im Werk der modernen amerikanischen Schriftstellerin Hilda Doolittle wird mit diesem Buch angesprochen: ihr lebenslanges Interesse für die hellenistische Literatur, Mythologie und Kunst. Dieser Aspekt wird im Kontext der Themen der Literaturkritik um die Jahrhundertwende beleuchtet: dem Kampf zwischen dem neuen "Klassizismus" in Reaktion auf den Romantizismus; der Fiktion der klassischen Übersetzung und dem Problem der Frauen innerhalb der klassischen Richtung; des romantischen Hellenismus des 19. Jh., wie er im Werk von Walter Pater repräsentiert wird; und schließlich des neuen Interesses für alte Religionen, das durch anthropologische Studien (z.B. im Werk von Jane Ellen Harrison) angeregt wurde.
Jones, Kathleen: A passionate sisterhood : the sisters, wives and daughters of the lake poets. - London : Constable, 1997.
Signatur: 1508854-C.Neu
Die "Lake Poets" Wordsworth, Coleridge und Southey sind ein literarischer Mythos und wir sind es gewöhnt, auf die Landschaft des "Lake Districts" durch ein romantisches Prisma zu schauen. Für ihre Schwestern, Frauen und Töchter stellt sich jedoch ein völlig anderer Blickwinkel dar. Die Frauen - nicht weit voneinander entfernt wohnend - bildeten eine Art von erweiterter Familie und hielten die Gruppe zusammen, auch nachdem die Männer aufgehört hatten, Freunde zu sein. Ihre Briefe und Tagebücher bilden die Basis für eine neue und erhellende Erzählung ihres ineinander verwobenen Alltagslebens und erlauben ein besseres Verständnis (auch der menschlichen Schwächen) der drei Dichterpersönlichkeiten.
Koloski, Bernard: Kate Chopin : a study of the short fiction. - New York [u.a.] : Twayne [u.a.], 1996. - (Twayne's studies in short fiction series ; 65)
Signatur: 1316914-B.Neu-Per.65
Kate Chopin (1850-1904) schrieb mehr als 100 Kurzgeschichten und zwei Novellen. Die Mehrzahl ihrer Geschichten sind im Alltagsleben Louisianas angesiedelt, ihre Sprache ist einfach, direkt und zeigt dialektale Züge. Sie sind einfühlsame Porträts über einfache Menschen der Südstaaten (Kreolen, Cajuns, Schwarze und Weiße), sowohl aus dem ländlichen als auch dem städtischen Milieu. Kate Chopin beschreibt die Armut, den Analphabetismus und - die Gewalt.
Krick, Kirsten Andrea: History in fiction : Ingeborg Bachmann and the folktale tradition. - Santa Barbara : University of California, 1996. - Zugl. Diss.
Signatur: 1511031-B.Neu
In dieser Dissertation wird untersucht, wie Ingeborg Bachmann Elemente der traditionellen deutschen und österreichischen Märchenliteratur in ihre eigene Prosa eingearbeitet hat, um eine Geschichte des Dritten Reiches in Beziehung zu Fragen des Patriarchats und der Geschlechterordnung zu personalisieren. Dabei stützt sie sich hauptsächlich auf das Märchen "Die Geheimnisse der Prinzessin von Kagran", die in den Roman "Malina" eingearbeitet ist, und auf die Wiederaufnahme des Blaubart-Motivs im Romanfragment "Der Fall Franza" und in der Kurzgeschichte "Ein Schritt nach Gomorrha". Diese Methode wird auch in Beziehung gesetzt zu den politischen Interessen der "Gruppe 47", deren Mitglieder sich für ihre Kritik der Nachkriegs-Gesellschaft oft des Märchens bedienten.
O'Brien, Catherine: Women's fictional responses to the First World War : a comparative study of selected texts by French and German writers. - New York [u. a.] : P. Lang, 1997. - (Studies in modern German literature ; 82)
Signatur: 1292313-B.Neu-Per.82
Die Autorin versucht hier, den bis dato vernachlässigten Aspekt des Frauenanteils an der Literaturgeschichte zum Ersten Weltkrieg, in der feministischen (angloamerikanischen) Literaturtradition, aufzuarbeiten. In Frankreich und Deutschland bezogen etliche Schriftstellerinnen zum Kriegsgeschehen literarisch Stellung: Ida Boy-Ed, Clara Viebig, Helene Christaller, Helene von Mühlau, Margarete Böhme, Camille Mayran, Rachilde, Colette, Lucie Delarue-Mardrus, Marcelle Tinayre, Jeanne Landre. Die Autorinnen hatten zu ihrer Zeit durchaus literarischen Erfolg und eine beträchtliche LeserInnenschaft.
Peters, Margot: May Sarton : a biography. - New York : Knopf, 1997.
Signatur: 1513882-C.Neu-
May Eleanor Sarton (1912-1995) der Schriftstellerin, einer Freundin Elizabeth Bowens; die auch noch Virginia Woolf persönlich kannte, wird hier eine sorgfältig recherchierte Biographie gewidmet. Grundlage waren Tagebücher, Briefe, Notizen und persönliche Gespräche. Neben 20 Romanen schrieb sie Drehbücher für Dokumentarfilme während des Zweiten Weltkrieges, Gedichte und Theaterstücke. Die Biographie ist reich illustriert wurde mit einer ausführlichen Bibliographie und einem Personen- und Sachindex versehen.
Pohle, Bettina: Kunstwerk Frau : Inszenierungen von Weiblichkeit in der Moderne. - Frankfurt am Main : Fischer Taschenbuch Verlag, 1998.
Signatur: 814169-B.Neu-13296
Ein Blick in die Produktionswerkstatt heutiger Frauenbilder: An Bildern, Zeitungsausschnitten und literarischen sowie wissenschaftlichen Texten zeigt Bettina Pohle in faszinierender Weise, wie die Männer des späten 19. Jahrhunderts "das Weib" auf seine Geschlechtlichkeit reduzierten und es zur Verlockung und zum Feindbild zugleich stilisierten - als irrationales, unproduktives, passives und triebhaft-verführerisches Geschöpf. Analysiert werden u.a. Theodor Fonatane, Peter Altenberg, Rainer Maria Rilke.
Reid, Suzanne Elizabeth: Ursula K. Le Guin. - New York [u.a.] : Twayne [u.a.], 1997. - (Twayne's United States Authors Series ; 677)
Signatur: 955573-B.Neu-Per.677
Mit der Publikation der Earthsea-Trilogie am Ende des Vietnam-Kriegs etablierte sich Ursula K. Le Guin als eine der führenden Science-Fiction-Autorinnen. In diesem Buch entführt Suzanne Elizabeth Reid die LeserInnen auf eine Reise durch Ursula Le Guins Welt, angefangen von den Kindheits-Sommern, die sie im Napa Valley verbrachte bis zu ihrem literarischen Leben in der multiethnischen Nachbarschaft von Portland.
Schmidli, Karin: Models and modifications : early African-American women writers ; from the slave narrative to the novel. - Tübingen [u.a.] : Francke, 1995. - (Swiss studies in English ; 118)
Signatur: 648948-B.Neu.118
In dieser Studie wird eine repräsentative Gruppe von sechs afroamerikanischen Schriftstellerinnen des 19. Jahrhunderts untersucht. Bei aller Individualität ist klar das Bestreben und der Trend zu literarischer Unabhängigkeit zu erkennen. Die besprochene Schriftstellerinnen bzw. Werke sind: Mary Prince: The history of Mary Prince; Harriet Wilson: Our nig; Harriet Jacobs: Incidents in the life of a slave girl; Emma Dunham Kelley: Megda; Frances E. W. Harper: Iola Leroy; Pauline Hopkins: Contending forces.
Tanzer, Ulrike: Frauenbilder im Werk Marie von Ebner-Eschenbachs. - Stuttgart : Heinz Akademischer Verl., 1997. - (Stuttgarter Arbeiten zur Germanistik ; 344 : Salzburger Beiträge ; 30)
Signatur: 1137447-B.Neu-Per.344
Die Autorin befreit Marie von Ebner-Eschenbach (die erste Frau, der ein Ehrendoktorat der Universität Wien verliehen wurde!) vom Bild der Dichterin der Güte und Harmonie ("dem Krambambuli-Image") und versucht hier einen feministisch-kritischen Ansatz. Zutage kommt eine wenig bekannte Autorin, die kritisch auf Themen ihrer Zeit (auch Frauenfragen) - nicht nur in ihren bekannten, zynischen Aphorismen - antwortete (z.B. in ihren Tagebüchern). Inwieweit folgt sie in ihrem literarischen Werk gängigen Frauenbildern, benützt sie Maskierungen und Verschlüsselungen? Vor allem auch die Notizbücher aus dem Nachlaß der Wiener Stadt- und Landesbibliothek waren für die Autorin sehr aufschlußreich. Eine Gesamtedition der Dramen, Tagebücher und des Briefwechsels der bekannten Autorin sind aber immer noch ein Desideratum!
A tawdry place of salvation : the art of Jane Bowles / ed. by Jennie Skerl. - Carbondale [u.a.] : Southern Illinois University Press, 1997.
Signatur: 1511506-B.Neu
In dieser ersten kritischen Bestandsaufnahme des Werkes von Jane Bowles sind elf Essays vereinigt, die sich vorwiegend dem Schaffen der Schriftstellerin widmen - und nicht ihrem Leben oder dem Mythos. Eine wichtige und bisher vernachlässigte Vertreterin experimentellen Schreibens des mittleren 20. Jahrhunderts wird in ihrer ganzen Originalität, ihrer Kraft und ihrem Können gewürdigt. Die Zugänge sind vielfältig: feministische Kritik ist natürlich ebenso vertreten wie Mittelost-Forschung, "queer theory" ebenso wie Postmoderne.